AbschiedWenn morgen die ersten Bestimmungen der Solarienverordnung (UVSV) in Kraft treten, beginnt – hoffentlich – ein neues, entspannteres Zeitalter im Verhältnis von Sonne und vor allem Sonnenbank einerseits und Öffentlichkeit und vor allem Medienöffentlichkeit andererseits.

In genau 1004 Postings über die vergangenen Jahre hat dieser Blog versucht, einen kleinen Beitrag zu leisten für eine sachgerechte Balance in der Darstellung der “guten” und der “böse” Sonne – und ihres “kleinen Bruders”, der Sonnenbank.  Dass dabei die “gute” Sonne im Vordergrund stand, ist leicht erklärt: Nach 40 Jahren einseitiger und nicht immer faktsicherer Bangemach-Kampagnen und unreflektierter Wiederholungen der immer gleichen Halbwahrheiten in den Medien war – und ist – eine Korrektur der Gewichte auf der “guten” Seite der Waage dringend geboten.

Der natürlichen Sehnsucht der Menschen nach der “lieben Sonne” haben die düsteren Kampagenen der Dermatologenverbände und Krebsorganisationen  ohnehin nichts anhaben können. Und “vernünftiger” ist der Umgang der Menschen mit Sonne und Sonnenbank durch diese Kassandra-Rufe auch nicht geworden – im Gegenteil. Sonnenangst und Sonnenflucht macht nicht nur krank, sondern führt auch zu irrationalen “Trotz-Reaktionen” im Umgang mit den Sonnenstrahlen, wie sie in den regelmäßigen Sonnenbränden sonnen-entwöhnter und sonnen-gieriger Sommer-Urlauber zum Ausdruck kommt.

Dieser Blog hat versucht, die lebenserhaltenden und lebensverlängernden Wirkungen der Sonnenstrahlen und ihre vernünftige Nutzung in den Vordergrund zu stellen. Ein Tropfen auf den immer noch heißen Stein! Mehr und intensivere Aufklärung täte not!

Der Blog “Sonne ist Leben” allerdings endet hier. Neue, sicher auch bessere Blogs und andere Transporter der guten Nachrichten von der “guten Sonne” werden sicher bald seinen Platz einnehmen. Wir, die Redaktion von “Sonne ist Leben”, verabschieden uns dieweil und wünschen allen regelmäßigen und gelegentlichen Lesern und Nutzern ein sonnenreiches Neues Jahr 2012.

Der Sonnenmangel im nördlichen Winter kann tödlich sein. So formuliert eine Pressemeldung des schwedischen Sahlgrenska Academy zur Veröffentlichung eine großen Langzeitstudie über mehr als acht Jahre mit 2.800 schwedischen Männern. Danach verdoppelt der Vitamin D-Mangel, vor allem im schwedischen Winter, das Risiko an einer beliebigen Krankheit zu sterben.

Mit dieser Studie “ist uns wieder einmal deutlich vor Augen geführt worden, wie wichtig die Sonne ist,” kommentiert Dr. Helena Johansson, die Leiterin des Forscherteams.

Der Unterschied zwischen den Vitamin D-Werten am Ende des Sommers (September) und dem Ende des Vitamin D-Winters in Schweden (Mai) war bei allen Teilnehmern gewaltig. Tatsächlich ist die Sonne in Schweden nur sechs Monate lang in der Lage, ausreichend “Sonnenschein-Vitamin” über die Haut zu bilden.

Wir haben nur Todesfälle an sich betrachtet, nicht einzelne Gründe für den Tod. Daher ist es schwierig, über die Gründe im einzelnen zu spekulieren,” so Johansson. Auch auf die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Frauen wollte sich die Wissenschaftlerin nicht festlegen. Auch die Frage, ob eine allgemeine Erhöhung der Vitamin D-Versorgung tatsächlich die Sterberate, und in welchem Maße, absenken könnte, müsste erst noch in klinischen Studien untermauert werden.

Quelle: The Local

Je mehr Sonnenschein-Vitamin desto männlicher der Mann

Von der Produktion männlicher Geschlechtshormone (Testosteron), über die Funktion der Geschlechtsorgane bis hin zur Qualität der Spermien und damit zur Zeugungsfähigkeit, alle diese Bestandteile von “Männlichkeit” werden beeinflusst vom Sonnenschein-Vitamin D.

Den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D-Spiegel und Fehlfunktionen des männlichen “Geschlechtssystems”  (Hypogonadismus) hat jetzt eine Forschergruppe aus verschiedenen europäischen Ländern festgestellt im Rahmen einer umfassenden europaweiten Studie zum Alterungsprozess bei Männern (European Male Ageing Study).

Die Forscher hatten 3369 Männer aus acht europäischen Zentren im Alter zwischen 40 und 79 Jahren vor allem auf die Ausprägung der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone hin untersucht. Ergebnis: Je geringer die Vitamin D-Werte im Blut, desto gestörter die Balance zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen im Körper der teilnehmenden Männer.

Quelle: Science Daily

Studie: Lee et al., Association of hypogonadism with vitamin D status: the European Male Ageing Study, European Journal of Endocrinology, January 1, 2012 166 77-85, vorab online publiziert

Diabetes mellitus, eine der häufgsten Schwangerschafts-Komplikationen, hat einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf die Geburt und die Gesundheit der Neugeborenen. Dieser Schwangerschafts-Diabetes tritt doppelt so häufig auf bei Frauen mit einem ausgeprägten Vitamin D-Mangel im Vergleich zu Schwangeren mit optimaler Versorgung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie kanadische Studie der Universität von Toronto. Der Vitamin D-Spiegel wurden 335 Schwangeren in der 15. – 18. Schwangerschaftswoche gemessen.  116 der Frauen entwickelten eine typische Schwangerschafts-Diabetes. Dieser Fall trat nur halb so häufig auf bei den Schwangeren mit optimalen Vitamin D-Werten im Blut (73,5 nmol/l und darüber) gegenüber der Teilnehmerinnen mit Werten unterhalb dieser Schwelle.

Die Forscher hatten andere Risikofaktoren, wie Alter, Übergewicht, ethnische Herkunft und Jahreszeit ausgeschlossen.

Einen Zusammenhang zwischen dem Sonnenschein-Vitamin D und sowohl Diabetes 1 als auf Diabetes 2 wurde in den vergangenen Jahren in einer langen Reiche von Studien nachgewiesen. Über einige dieser Studien – auch zur Schwangerschafts-Diabetes – haben wir in diesem Blog berichtet: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Quelle: PubMed

Studie:  L. Parlea et al.,  Association between serum 25-hydroxyvitamin D in early pregnancy and risk of gestational diabetes mellitus, Diabetic Medicine, online vorab publiziert 12. Dezember 2011.

Sonne oder Selbstbräuner

Bräunen aber wie? Sonne vs. Selbstbräuner

So erfolgreich Dermatologen- Verbände auch sind in ihren Kampagnen gegen Sonne und Sonnenbank, die gebräunte Haut als Schönheitsideal haben sie damit kaum beeinflussen können. Nach wie vor geniessen die Menschen ein Sonnenbad im Freien oder auf der Sonnenbank, um ihrer Haut die sanfte, als attraktiv empfundene Bräune, zu geben – allerdings zunehmend mit schlechtem Gewissen.

In die Lücke zwischen Schönheitsideal und Sonnenangst platziert die Kosmetikindustrie erfolgreich die chemischen “Selbstbräuner”.

Aber bringt die Nutzung der Bräunungscremes  die Menschen tatsächlich dazu, die natürlichen Sonnenstrahlen zu meiden und sich mit der aufgetragenen oder aufgesprühten Farbe zu begnügen? Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne macht schlank! Und das nicht nur, weil ein gebräunter Körper schlanker aussieht, sondern mit dem Sonnenschein-Vitamin D ganz real durch die Unterstützung des Fettabbaus bei Übergewicht.

Diese nicht mehr ganz neue Erkenntnis wird jetzt in einer klinischen Studie mit Nahrungsergänzung von Vitamin D und Kalzium in Orangensaft bestätigt.  171 übergewichtige Teilnehmer an dem Versuch tranken über einen Zeitraum von 16 Wochen drei Gläser Orangensaft täglich – entweder mit oder ohne Vitamin D- und Kalzium-Zusätzen.  Außerdem wurde in regelmäßigen Abständen das Bauchfett der Teilnehmer gemessen.

Am Ende des Experiments hatten die Probanden mit dem Vitamin D- und Kalzium-verstärkten Orangensaft fast zehn Mal so viel an Bauchfett verloren wie die Gruppe mit dem “normalen” Orangensaft-Konsum, obwohl die Gewichtsabnahme insgesamt nur geringfügig zwischen den beiden Gruppen variierte.

Quelle: PubMed

Studie:  Jennifer L Rosenblum et al., Calcium and vitamin D supplementation is associated with decreased abdominal visceral adipose tissue in overweight and obese adults, American  Journal of Clinical Nutrition, Januar 2012, vorab online 14. Dezember 2011

Wer sonnt lebt längerEine optimale Versorgung (75 – 87,5 nmol/L)  mit dem Sonnenschein-Vitamin D aus den verschiedenen Quellen – Sonnen- und Sonnenbank-Exposition, Ernährung, Nahrungsergänzung – verringert das Sterbe-Risiko insgesamt um etwa 30 Prozent gegenüber den Menschen mit einem akutenVitamin D-Defizit.

Von einer Verbesserung der Vitamin D-Versorgung profitieren die Menschen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut mehr als diejenigen mit günstigeren Ausgangswerten. In anderen Worten, je krasser das Vitamin D-Defizit, desto größer der Zuwachs an Lebenserwartung durch eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels. Den ganzen Beitrag lesen »

Augenrände im Vitamin D-WinterSchon der Blick in den Spiegel lässt Böses ahnen. Je weiter der Winter fortschreitet und die Haut immer blasser erscheinen lässt, desto deutlicher zeigen sich die Spuren von Alter und Ermüdung im Gesicht, vor allem  rund um die Augen.

Jetzt haben wir aktuell auch den wissenschaftlichen Beweis, dass dieser Eindruck nicht täuscht. Eine Studie der New Yorker AMA Laboratories im Auftrag der Kosmetik-Firma Adonia Organics folgte 5.000 Frauen im Alter zwischen 27 und 60m Jahren durch das Jahr und kommt zu dem Ergebnis:
Im Winter “altern” Frauen um genau vier (4)  Jahre und acht (8) Monate
in der Wahrnehmung ihrer Mitmenschen.  82 Prozent der Frauen hatten im Winter deutlich sichtbare dunkle Ränder um die Augen und erkennbare Tränensäcke. Im Sommer waren das nur 38 Prozent. Den ganzen Beitrag lesen »

Weit verbreitete Medikamente aber auch Dopingmittel, vor allem Steroide wie Kortison oder Anabolika  (künstliches Testosteron), können sich negativ auf den Vitamin-Spiegel und damit auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken. Seit langem ist bekannt, dass die Einnahme von Steroiden die Knochendichte schwächen kann. Jetzt weist eine Studie des Albert Einstein College of Medicine, New York, nach, dass diese Wirkung auf den “bremsenden” Einfluss der Steroid-Präparate beim Vitamin D-Stoffwechsel zurückzuführen ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Pillen schlucken

Vorsicht vor Überdosierung beim Pillen-Schlucken

Fälle von Vitamin D-Vergiftung haben in USA die Diskussion um die optimale Quelle für die Vitamin D-Versorgung verstärkt. Aufgrund von Fehlern beim Druck von Etiketten und – bedenklicher – bei der Produktion der Pillen selbst, war es in mehreren Fällen zu einer Vitamin D-Vergiftung gekommen. Den ganzen Beitrag lesen »

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