Dass überdosierte UV-Strahlung die Entstehung von Hautkrebs wahrscheinlicher macht, wird unermüdlich in den Medien propagiert. Dass aber in Wirklichkeit eine Fülle von anderen Ursachen möglicherweise einen bedeutenderen Einfluss auf die steigende Hautkrebsrate haben, wird meistens stillschweigend übergangen.

Ein weiterer krebsfördernder Faktor ist jetzt von einer US-Forschergruppe erstmals im Labor nachgewiesen: Stress!

Unter Stress über einen längeren Zeitraum gesetzte Mäuse entwickelten unter intensiver UV-Bestrahlung wesentlich häufiger einen Hautkrebs als die nicht-gestressten Artgenossen.

Journal of the National Cancer Institute, Dec. 7, 2005; vol 97: pp 1760-1767

Die positiven, entspannenden Wellness-Wirkungen des kontrollierten (!) Sonnenbadens im Sonnenstudio könnten zu dem Umkehrschluss führen, dass ein systematisches Wohlfühlprogramm mit regelmäßigem Solarienbesuch das Hautkrebsrisiko senkt – nicht nur bei Mäusen.

Keine Kommentare zu “Stress fördert Hautkrebs”

  1. Dr.N. Schmid-Keineram 09.12.2005 um 14:10

    Endlich bestätigt mal einer, was ich auf den Schulungen schon lange sage. Krebs enststeht nie durch einen Faktor alleine. Den Journalisten muß ebenso wie den Dermatologen klar gemacht werden,dass UV-Strahlung nur eine Komponente bei allem Bösen im Leben ist. Stress auch vor/ und durch ärztliche Untersuchungen richtet Schäden an, gell liebe Dermatologen!

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