Frauen in wohlhabenderen Gegenden erkranken häufiger an Hautkrebs als Frauen in ärmeren Gegenden, zumindest in Irland. Das belegen die Daten der Langzeitstudie “Women and Cancer in Ireland 1994-2001“, die in diesen Tagen erschienen ist.

Eine Erklärung für dieses Phänomen gibt der Leiter des Nationalen Krebsregisters, Dr Harry Comber: Einer der Gründe sei vermutlich die “bessere Diagnostik” in diesen Gegenden.

Damit unterstreicht der Verantwortliche für die irischen Krebsstatistiken die Ergebnisse anderer Untersuchungen, über die wir berichtet haben, und die die besorgniserregenden Steigerungsrate beim Hautkrebs zum wesentlichen Teil auf die statistische Erfassung und die Fortschritte der Diagnostik zurückführen und weniger auf den tatsächlichen Anstieg der Hautkrebsrate.

Kein Grund zur Entwarnung und kein Einwand gegen die Kampagnen für vernünftigen Umgang mit Sonne und Solarium, aber ein Argument gegen unnötige Panikmache.

3 Kommentare zu “Haben reiche Frauen häufiger Hautkrebs?”

  1. [...] 1993 bis 2004 aus dem Northern Ireland Cancer Registry an der Queen’s University in Belfast hatte wir schon im vorigen Jahr berichtet. Jetzt ist die Studie im British Journal of Dermatology [...]

  2. [...] Ergebniss hatte auch bereits frühere Studien, z.B. in Irland, [...]

  3. [...] dieses überraschende Ergebnis früherer Untersuchungen (wir haben darüber hier, hier und hier [...]

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