Der “Darmkrebs-Monat” März findet in den Medien ein zu Recht breites Echo. Der Beitrag der Sonne zu Darmkrebsvermeidung ist dagegen bisher nirgendwo erwähnt.

Verschiedene Studien in den letzten Jahren hatten nachgewiesen, dass das “Sonnenschein-Vitamin”, Vitamin D3, das Darmkrebsrisiko erheblich senkt. (Überblick hier)
Jetzt scheint eine Untersuchung an 36,282 älteren Frauen an der SUNY University at Buffalo in New York, diese Ergebnisse infrage zu stellen.

Die Frauen bekamen sieben Jahre lang täglich  Calzium und Vitamin D (2 x 200 IU) bzw. Plazebos (Kontrollgruppe). Die Zahl der Darmkrebserkrankungen in beiden Gruppen war am Ende dieser Zeit im wesentlichen die gleiche.

Kein Vorteil also bei der Darmkrebsprävention durch Vitamin D?

Die Forscher selbst und die Kommentatoren in der Zeitschrift “The New England Journal of Medicine“, in der die Studie jetzt erschienen ist, warnen vor diesen Schlussfolgerungen:
Die Beobachtungszeit sei vermutlich zu kurz (Darmkrebs hat eine besonders lange “Latenzzeit”) und die Dosis zu gering.

Nicht berücksichtigt wurde auch die Tatsache, dass die Aufnahme des Vitamin D nur oral (also in Pillenform) nicht aber durch die Einwirkung von UV-Strahlen im Körper gemessen wurde.
PubMed Plus

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