Kanada macht es vor: Auf Einladung der Canadian Cancer Society treffen sich in diesen Tagen einige der international renommiertesten Forscher zum Thema "UV-Strahlen und Gesundheit" in Toronto, um an einer Empfehlung zur Auflösung des "Sonnen-Dilemmas" (zu wenig Sonne macht krank – zuviel Sonne auch!) zu arbeiten.

Heather Logan, Direktorin "Cancer Control Policy" der Canadian Cancer Society vor der Presse: "Es gibt immer schneller zunehmende Hinweise darauf, dass das ungeschützte (ohne Sonnenschutz) Sonnen das Krebsrisiko mindert für einige der verbreitetsten Krebsarten wie Brust-, Prostata-, Darmkrebs und Lymphom."

Dagegen stehe aber die Gefahren von übermäßiger UV-Bestrahlung.

Forscher wie Harvard-Professor Dr. Edward Giovannucci und der Vitamin D-Experte Prof. Reinhold Vieth warnten vor der Unterversorung mit Vitamin D unter anderem auch verursacht durch radikale Anti-Sonnen-Kampagnen und kritisierten die offiziellen Empfehlungen für die Mindest-Mengen an täglicher Vitamin D-Zufuhr als "absurd niedrig".

Wieviel Sonne ist genug? Das Ergebnis der Konferenz soll in eine Empfehlung für alle Kanadier (und nicht nur die) münden.

Während sich in Deutschland die Kontrahenten an der UV-Front zur Sommer-Bataille rüsten (s. Posting Krebshilfe und Sunpoint) sucht man in Kanada das Beste aus beiden Welten – zum Wohle der Menschen unter der Sonne.
Quelle: Canada.com
Alle Vortragsfolien der Konferenzteilnehmer
 

Keine Kommentare zu “Wieviel UV braucht der Mensch? – Versachlichung der Diskussion”

  1. [...] Vor einiger Zeit hatten wir über eine Konferenz in Toronto berichtet, die auf Einladung der Canadian Cancer Society einen Konsens über die Frage: Wieviel Sonne ist notwendig, wieviel ist zu viel? zu finden versuchte. Wissenschaftler aller Couleur und Richtungen beteiligten sich. [...]

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