Was einer gern tut, das tut er immer wieder! Diese nicht ganz taufrische Einsicht wird schon seit einiger Zeit als Vorwurf gegen den Wohlfühleffekt auf der Sonnenbank gerichtet. Amerikanische Dermatologen waren nach einer ersten Studie in 2004 schnell mit einem neuen “Krankheitsbild” zur Hand “Tanorexia” (Tan = Hautbräune) , Bräunungssucht.

Im vergangenen Jahr dann interviewten Forscher am Strand von Florida Sonnenbadende und kamen ebenfalls zu der Einsicht, dass es einen gewissen Drang zur Sonne bei den meisten Menschen gibt.

Jetzt wird eine weitere Labor-Studie mit ganzen 16 Teilnehmern und dem gleichen, immer noch nicht umwerfenden Ergebnis zum Medienereignis hochstilisiert.

Der Schuldige war ohnehin schon dringend verdächtig gewesen, nun ist er überführt: Endorphine auch “Glückshormone” genannt. Ähnlich wie beim Schokoladengenuss werden auch beim Sonnen im Solarium “Glückshormone” ausgeschüttet und “verführen” Glücksuchende, sich immer mal wieder auf die Sonnenbank zu legen – und/oder Schokolade zu essen.
Bericht im Deutschen Ärzteblatt
Studie im “Journal of the American Academy of Dermatology

3 Kommentare zu “Neues (?) zu "Tanorexia" – Bräunungssucht”

  1. [...] “aufhellendes” Licht auf die eher kuriose Diskussion um die “Sonnensucht” (Tanerexie, frühere Studie dazu). Die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonne und der Sonnenbank über die [...]

  2. [...] Carolina, USA, vor einigen Jahren die “Sonnenbank- oder Bräunungs-Sucht” (Tanerexie – s. hier) entdeckte,  kam er nachträglich ins [...]

  3. [...] wie das Monster von Loch Ness taucht dieses Thema jedes Jahr um diese Zeit wieder auf.  Die erste Studie dazu datiert von 2004.  Seither kommt jedes Jahr eine neue dazu.  Das Kind hat sogar damals einen Namen [...]

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