Schönheitschirurgen können nicht Phantasiepreise für ihre Leistungen verlangen! Das hat jetzt der Bundesgerichtshof in einem wegweisenden Urteil verfügt: Ein Arzt ist auch bei der privaten Abrechnung kosmetischer Operationen an die Bestimmungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gebunden.

In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Chirurg, der eine private Schönheitsklinik betreibt, der Patientin für eine Brustverkleinerung einen Pauschalpreis von 18.500 DM (knapp 9.500 €) genannt. Die Patientin hatte den Betrag gezahlt und forderte nun einen erheblichen Teil der Summe zurück, weil eine Berechnung nach der Regeln der GOÄ zu einem niedrigeren Rechnungsbetrag geführt hätte.
BGH-Urteil vom 23.03.06 (2006 III ZR 223/05)

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