Zwei von drei Deutschen leiden an akutem Vitamin D-Mangel. Das belegt ein Studie, die jetzt beim Schmerzkongress in Frankfurt/M vorgelegt wurde. Danach liegt bei 67 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Vitamin-D-Mangel vor, ein Plasmaspiegel von weniger als 30 ng/ml.

Obwohl die Studie im Auftrag eines Pharma-Unternehmens durchgeführt wurde und die Notwendigkeit medikamentöser Behandlung mit Vitamin D-Präparaten bei Osteoporose unterstreichen sollte, zeigen die Ergebnisse auch die krasse "Unterversorgung" mit Sonnenstrahlen in Deutschland, die nicht zuletzt den pauschalen und undifferenzierten Warnungen vor Sonne und Solarium in deutschen Medien zuzuschreiben ist.

Statt sachlicher Aufklärung über die Folgen von Mißbrauch wird die heilende und vorbeugende Kraft der Sonnenstrahlen verteufelt – die Folgekosten für das Gesundheitssystem sind immens, wie kürzlich eine US-Studie nachgewiesen hat.
Quelle: Ärzte Zeitung

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  1. Anonymousam 12.04.2006 um 10:57

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