Dass die Zahl der entdeckten Hautkrebsfälle steigt mit verbesserter Diagnostik und vor allem mit flächendeckender Reihenuntersuchung (Screening), erscheint zunächst einmal selbstverständlich, denn – je genauer ich hinschaue, desto mehr sehe ich.

Der Bericht über den Erfolg des flächendeckenden Sceenings in Schleswig-Holstein (Arbeitsgruppe um Dr. Alexander Katalinic von der Universität Lübeck) beim Deutschen Krebskongress in Berlin hat daher eine positive Botschaft: Deutlich mehr Hautkrebsfälle, vor allem auch im Frühstadium, wurden entdeckt und konnten früher – mit besserer Aussicht auf Erfolg – behandelt werden. In anderen Bundesländern gibt es ähnliche Projekte und Pläne.

Weniger erfreulich, dass diese positiven Anstrengungen von interessierter Seite für negative Meinungsmache gegen Sonne und Solarien missbraucht wird. Mit der Ausdehnung der Screenings auf alle Bundesländer wird sich die Zahl der gemeldeten Fälle deutlich erhöhen – und das ist, paradoxerweise, erfreulich. Diese Tendenz in eine Hautkrebskatastrophe umzudeuten und nach dem Staatsbüttel gegen die gefährlichen Sonnenstudios zu rufen ist zumindest – uninformiert.

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