Jugendliche, deren Mütter einmal an Hautkrebs erkrankt waren, lassen sich vom Sonnenbaden weder im Freien noch im Solarium abschrecken. Die Sonnen-Gewohnheiten dieser Jugendlichen unterscheidet sich in Nichts von denen aller übrigen Jugendlichen, obwohl die Gefahr durch erbliche Belastung um ein Vielfaches erhöht ist.

So das Ergebnis einer Studie an der Boston University School of Medicine bei der insgesamt 9.943 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihrem Verhalten hinsichtlich der Sonneneinstrahlung befragt wurden. 783 Teilnehmer hatten Mütter oder enge Verwandte, die schon einmal am "schwarzen Hautkrebs" erkrankt waren.

Deren Kinder berichteten sogar häufiger von einem Sonnenbrand in den vergangenen Jahren als die übrigen Teilnehmer.

Bei den Besuchen im Sonnenstudio gab es zwischen den Teilnehmergruppen keinerlei Unterschied.

Quelle: Pediatrics, 117/4 (PDF kostenlos)

Keine Kommentare zu “Jugendliche lassen sich von Hautkrebs in der Familie nicht beeindrucken”

  1. Katharinaam 21.06.2006 um 13:31

    Für die Zielgruppe der 16-25jährigen gibt es diesen Sommer die Kampagne “Face the sun” auf http://www.face-the-sun.de , um diese Altergruppe stärker für das Thema Sonnenschutz zu sensibilisieren. Ich finde diese Aktion gut, sie spricht die Jugendlichen an, bietet Infos und zudem einen Modelwettbewerb und ein Gewinnspiel! Da ich selber schwarzen Hautkrebs hatte, erschreckt mich die oben erwähnte Studie besonders. Ich hab zwar noch keine Kinder aber ich hoffe, dass durch diese und weitere Kampagnen die jungen Menschen lernen, bewusst mit der Sonne umzugehen.

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