Mit der teilweise dramatischen Zunahme von Erkrankungen aufgrund von Vitamin D-Mangel (eine Studie aus den letzten Monaten zum Beispiel titelte: “Die Rückkehr der Rachitis“) verstärkt sich auch die Diskussion um die notwendigen Gegenmaßnahmen.

Eine soeben erschienene Studie, die eine unerwartet hohe Rate an Vitamin D-Mangel-Erkrankungen besonders bei Kindern asiatischer Herkunft in England feststellte, rechnet den Gesundheitspolitikern vor, dass die kostenlose Abgabe von Vitamin D an alle Kinder der gefährdeten Bevölkerungsgruppen deutlich billiger wäre, als die Behandlung der Folge-Erkrankungen.
(C.S.Zipitis,et al.; “Vitamin D deficiency: prevention or treatment?”)

Dass die Verabreichung von Vitamin D-Pillen unter Umständen nicht ausreicht für die Beseitigung der Folgeschäden, sondern auch die Rolle der Sonnenstrahlen neu bewertet werden müsse, folgert eine umfassende Review-Studie am australischen National Center for Epidemology and Population Health.

Die Forschung habe sich bisher allzu einseitig auf die negativen Wirkungen der UV-Strahlen konzentriert. Die australischen Forscher präsentieren eine Art “Gesundheitsbilanz” der Sonnen-Wirkungen und weisen darauf hin, dass nicht nur an die 90 Prozent des Vitamin D-Spiegels im Blut durch UV-Strahlung in der Haut gebildet wird, sondern dass diese natürliche “Eigenproduktion” des Körpers unter der Sonne auch andere und zusätzliche positive Wirkungen im Vergleich zur “künstlichen” Vitamin D-Zufuhr aufzuweisen habe.

In anderen Worten: Die Vitamin-Pille ist kein vollwertiger Ersatz für die Sonnenstrahlen auf der Haut. Problem lediglich: Über die richtige Dosis besteht noch keine Einigkeit unter den Wissenschaftlern.

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