Die Ursachen der Multiplen Sklerose sind nicht bekannt. Die Krankheit nimmt zu und nun haben Forscher in kanadischen Langzeitdaten einen erstaunlichen Trend entdeckt: Im Laufe von Jahrzehnten klafft die Schere der MS-Erkrankungen zwischen Männern und Frauen immer weiter auseinander.

Nach vorsichtigen Spekulationen der Forscher könnte das mit dem langen kanadischen “Vitamin D-Winter” zu tun haben und den veränderten Lebengewohnheiten mit immer weniger Aufenthalten im Freien und an der Sonne.

Bereits in früheren Studien war aufgefallen, dass Menschen, die im Frühjahr geboren wurden – also am Ende des langen Vitamin D-Winters, wenn der Vitamin D-Spiegel der Mütter besonders niedrig ist – deutlich häufiger an MS erkrankten als im Herbst geborene, deren Mütter im Sommer Sonne “getankt” hatten und deren Milch daher reich an Vitamin D war.

In einer anderen Studie zeigte sich, dass Menschen, die in ihrer Jugend (6-15 Jahre) häufig und lange an der Sonne waren, weniger anfällig für MS waren, als Menschen mit weniger Sonnen-Exposition.

Studie: Ebers G.C. et al, “Sex ratio of multiple sclerosis in Canada: a longitudinal study“. The Lancet Neurology, November 2006, 5(11):932-6

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