Marathon HautkrebsExtremsport schwächt das Immunsystem und verstärkt die Wirkungen zum Beispiel der UV-Strahlen auf die Haut. Für Marathonläufer gilt das in besonderem Maße.

So das Ergebnis einer Studie von Dermatologen von der Medizinischen Universität Graz, die 210 Marathonläufer im Alter von 19 bis 71 Jahren einer Vergleichsgruppe mit 210 Nicht-Läufern desselben Alters und Geschlechts gegenüberstellten. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wiesen die Läufer die größere Anzahl von atypischen Hautveränderungen, wie z.B. Leberflecken (Nävi) auf, die auf ein erhöhtes Hautkrebsrisiko hindeuteten.

Diejenigen, die am härtesten trainierten, seien am meisten gefährdet, so die Forscher. 19 Prozent von ihnen müssten aufgrund ihrer Hautsymptome ärztlich behandelt werden. Tatsächlich sind Sonnenbrände bei Lang- und Marathonläufern häufig. Nur nur 56 Prozent von ihnen verwendeten regelmäßig Sonnenschutzmittel, stellt die Studie fest.

Quelle: AP Foto: AP

Die Studie: Archives of Dermatology, Vol. 142 No. 11, November 2006

Keine Kommentare zu “Der Marathon-Mann lebt gefährlich”

  1. Solestoam 22.11.2006 um 12:53

    Als leidenschaftlicher Dauerläufer kann ich nur den Kopf schütteln über solche Läufer, die an sonnenintensiven Tagen schulterfrei, ohne Kopf- und Augenschutz und ohne Sonnenschutzcreme durch die Mittagssonne laufen. Zahlreich sind die allerdings nicht! Die High-Potentials, die ich kenne, trainieren am frühen Morgen und am frühen Abend.

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