Ende des Vitamin D-Winters“Alarmierend” nennen britische Forscher die Daten aus ihren jüngsten Untersuchungen zur Vitamin-D-Versorgung der Bevölkerung in England und Schottland.

Im “Vitamin D-Winter” (in Großbritannien – wie in Deutschland – von Oktober bis März) und vor allem jetzt, gegen Ende des Vitamin D-Winters, sinkt der Vitamin D-Spiegel bei der Hälfte der Untersuchten auf Werte unterhalb der “normalen” Werte von 40nmol/l. Bei 87,1 Prozent lag der Wert unter der für viele Gesundheitswirkungen notwendigen Höhe von 70nmol/l (eine molekulare Maßeinheit, entspricht 30 ng/ml).Vitamin D-haltige Ernährung konnte das Problem verringern. Übergewichtige und Menschen in Schottland litten doppelt so oft unter akutem Vitamin D-Mangel wie Schlanke und Menschen in England oder Wales.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen holländische Forscher bei der Untersuchung älterer Menschen in den Niederlanden. Mangel an UV-Bestrahlung im Freien (der Gebrauch von Solarien wurde nicht untersucht) wird als Hautpgrund für die Unterversorgung genannt.

Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass die Ernährung und der Konsum von Vitamin-D-verstärkten Lebensmitteln einen positiven Einfluss haben könnte, dass aber keiner der Probanden in der Wirklichkeit sich in seinen Gewohnheiten so verhält, dass dieser optimale Ausgleich tatsächlich erreicht würde.

Die beiden Studien in der gleichen Ausgabe:
American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, Nr. 3, März 2007

Elina Hyppönen und Chris Power, Hypovitaminosis D in British adults at age 45 y: nationwide cohort study of dietary and lifestyle predictors, S. 860-868

Rob M van Dam et al., Potentially modifiable determinants of vitamin D status in an older population in the Netherlands: the Hoorn Study, S. 755-761

Foto: Norman Walsh

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