Noch in ihrer laufenden Kampagne gegen Solarien behaupten Deutsche Krebshilfe und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) ernsthaft, es gäbe in Deutschland keinerlei Vitamin D-Probleme (ausser bei einigen wenigen Problemgruppen).

Das war nach Dutzenden anderslautender internationaler Studien (s. z.B. die große europäische Studie hier) schon immer eine “gewagte” Behauptung. Jetzt veröffentlicht die Fachzeitschrift “European Journal of Clinical Nutrition” vorab online die Ergebnisse einer umfangreichen Studie am Robert-Koch-Institut speziell für Deutschland:

Für 57% der männlichen und 58% der weiblichen Probanden der Studie wurde ein Vitamin D-Defizit (<50 nmol/l) diagnostiziert. Bei den 65- to 79jährigen Frauen waren es sogar 75%.

Zusammenfassung der Robert-Koch-Forscher: “Vitamin D-Mangel ist ein generelles Gesundheitsproblem in Deutschland“.

Quelle: Pub Med

Studie: B. Hintzpeter et al., Vitamin D status and health correlates among German adults, Eur J Clin Nutr. 2007 May 30 (vorab Online publiziert)

Keine Kommentare zu “Mangel an "Sonnenschein-Vitamin" auch in Deutschland”

  1. [...] gehört die beharrliche Leugnung eines geradezu epidemischen Problems: Der Vitamin D-Mangel, in Deutschland bei fast 60 Prozent der Bevölkerung verbreitet. Vitamin D aber wird zu etwa 90 Prozent im Körper direkt durch die UV-Strahlen der Sonne (und im [...]

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