Zwei interessante Schlussfolgerungen können – etwas zugespitzt – aus zwei unterschiedlichen Studien (aus USA und den Arabischen Emiraten) gewonnen werden, die in der Juni-Ausgabe des American Journal of Clinical Nutrition erschienen sind:

  1. Auch bei Anwendung der strengsten methodischen Regeln (doppelblind, plazebo-kontrolliert, Zufallsauswahl, Interventionsstudie) gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Spiegel im Blut und dem Risiko, an den verschiedensten Krebsarten zu erkranken.
  2. Vitamin D3-Mangel, der durch zu wenig Sonne auf der Haut entstanden ist, kann nur sehr schwer, mit hohen Dosen und dann nur unvollkommen durch Nahrungsergänzung und Medikamente (Vitamin D2) ausgeglichen werden. Noch kürzer gesagt: Die Sonne ist der bessere Krebsschutz!

In einem Interview mit UPI betonte die Leiterin der US-Forschungsgruppe, Joan Lappe, von der Creighton University:

Von Oktober bis Ende März ist der Einfallwinkel der Sonne in Nordamerika so flach, dass auf diese Weise keinerlei Vitamin D im Körper entstehen kann. Das bedeutet, dass die meisten von uns in dieser Jahreszeit unter einem Vitamin D-Mangel leiden”.

Lappe lobte die kanadische Krebsgesellschaft (Canadian Cancer Society) für die Revision ihrer Richtlinien. Danach sollten Menschen mit heller Haut im Herbst und Winter mindestens 1.000 IU (Internationale Einheiten) als Nahrungsergänzung zu sich nehmen, während Menschen mit dunklerer Haut die gleiche Dosis über das ganze Jahr bekommen sollten.

Quelle: MedicineToday/UPI

Studie 1: Joan M Lappe, Dianne Travers-Gustafson, K Michael Davies, Robert R Recker and Robert P Heaney, Vitamin D and calcium supplementation reduces cancer risk: results of a randomized trial, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, No. 6, 1586-1591, June 2007

Studie 2: Hussein F Saadi et al., Efficacy of daily and monthly high-dose calciferol in vitamin D–deficient nulliparous and lactating women, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, No. 6, 1565-1571, June 2007

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  1. [...] die internationale Forschung – nicht nur die inzwischen hunderte epidemologischer sondern auch die fallkontrollierten Studien auf der Basis von Zufallsauswahl – zur Kenntnis zu nehmen, um ihre jahrelange Polemik gegen Sonne und Solarium nicht zu [...]

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