Breitkrepiger Haut als SonnenschutzMit dem UV-Index, der täglichen UV-Vorhersage (Intensität der UV-Strahlung), hatten die Initiatoren vor einigen Jahre große Hoffnungen verbunden: Wer sich zum Beispiel vor dem Ausflug an den Baggersee mit dem UV-Index des Tages versorge, werde sich dann auch dementsprechend vor den UV-Strahlen schützen, so die Absicht. Weniger Sonnenbrände, weniger DNA-Schäden, weniger Hautkrebs!

Die Hoffnung trog. Menschen, die sich über die Intensität der UV-Strahlen anhand des UV-Index informieren, handeln keinen Deut anders, als die Uninformierten. Das Gesundheitsrisiko von “Sonnen-Mißbrauch” wurde durch die Information über die UV-Strahlen nicht geringer. So das deprimierende Ergebnis einer Studie aus Australien, wo durch das Ozonloch dieses Thema besondere Brisanz erhält.

Es scheint sich zu bestätigen, dass nicht die pure Information sondern nur die persönliche Beratung Fehlverhalten im Umgang mit Sonne und UV-Strahlen verhindern kann – und das auch nicht immer. Persönliche Beratung vor dem Sonnnen aber ist ein Service, den es nur im Sonnenstudio, nicht am Baggersee gibt.

Das hindert übrigens die Deutsche Krebshilfe nicht, in Ihrem neuen, schicken Mitglieder-Magazin in einem Hautkrebs-Schwerpunkt wieder den größeren Teil der Druckerschwärze auf die Verurteilung von Solarien aufzuwenden – mit den ebenso bekannten wie an den bekannten Stellen falschen Aussagen.

Quelle: SiteTrack

Studie: Helen G. Dixon, et al., Solar UV Forecasts, Health Education & Behavior, Vol. 34, No. 3, 486-502 (June 2007)

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