Die Sache mit dem “vernünftigen Sonnen” ist komplizierter, als die schlichte Sonnenschutz-Werbung uns weismachen will.

In einem Überblick über die Studien zum Verhalten  in der Sonne nach dem Eincremen kommen französische Wissenschaftler zu dem paradoxen Ergebnis: Je höher der Sonnenschutz, desto größer das Hautkrebsrisiko.

Der Grund: Menschen, die sich mit Sonnenschutzmitteln eincremen bleiben bis zu fast 40% länger in der Sonne als nicht Eingecremte und laufen dabei ein größeres Sonnenbrand-Riskio. Ausserdem scheint auch der Sonnenschutzfaktor diesen widersprüchlichen Effekt zu haben.  Ein höherer SPF schützt die Haut nicht besser als ein niedrigerer SPF, weil die Besonnungszeiten diesen Unterschied in der Praxis wieder ausgeleichen.

Quelle: PubMed

Studie:  P. Autier,  M. Boniol, J.F. Doré, Sunscreen use and increased duration of intentional sun exposure: still a burning issue. Int J Cancer. 2007 Jul 1;121(1):1-5.

5 Kommentare zu “Mehr Sonnenschutz führt zu mehr Sonnenbrand?”

  1. [...] durch falsche Anwendung und falsches Sicherheitsbewusstsein beim Gebrauch von Sonnenschutzmitteln (wir hatten berichtet) deutlich vermindern kann, bleibt [...]

  2. [...] haben Studien nachgewiesen, dass der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln das Melanom-Risiko sogar erhöhen können, da sich die [...]

  3. [...] ähnlich paradoxe Ergebnisse hatten wir schon früher berichtet im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Sonnenschutzmitteln (führt nicht zu weniger und gelegentlich zu mehr Sonnenbränden) und der Wirkung von Sonnenschutz- [...]

  4. [...] Erkenntnis, dass der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln die negativen Folgen übermäßigen Sonnens nicht mindert sondern teilweise sogar noch verstärkt. Dieweil wurde die einzige Möglichkeit einer kontrollierten, individuell dosierten Besonnung im [...]

  5. [...] Über einige dieser Studien haben wir hier, hier, hier und hier berichtet. [...]

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