Monatsarchiv für Juni 2007

Kinder und SonneJungen, die als Kinder oder Jugendliche zu wenig Sonnenstrahlen abbekamen, haben ein wesentlich größeres Risiko, später an Prostata-Krebs zu erkranken.

Bisher schon war die Bedeutung der UV-Strahlen für die Krebsvorbeugung unter anderem bei Prostata-Krebs für Erwachsene durch zahlreiche Studien belegt (wir haben berichtet, z.B.: hier, hier, hier und hier). Jetzt haben US- Wissenschaftler am Comprehensive Cancer Center der Wake Forest University in einer Langzeituntersuchung belegen können, dass besonders die Sonnenexposition im Kindes- und Jugendalter für die Prävention von Prostata-Krebs von Bedeutung zu sein scheint.

Dieser neue Beleg in einer inzwischen langen Reihe von wissenschaftlichen Hinweisen auf die Bedeutung der Sonne und der Besonnung auch und gerade in jüngeren Jahren, verdeutlicht noch schärfer als bei den Erwachsenen das Problem von: “Zu wenig Sonne – zu viel Sonne!”

Einerseits ist der Sonnenschutz bei Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung, da zumindest im frühen Alter die “Selbstverteidigung” der Haut gegen UV-Schäden noch nicht voll ausgebildet ist. Auf der anderen Seite weisen aber immer mehr renommierte Wissenschaftler auf die Gefahr unzureichender Besonnung gerade bei Jugendliche hin, vor allem aufgrund der veränderten Lebensbedingungen und Freizeitgewohnheiten.

Nävi als Risikofaktor für MelanomGenau diesen Freizeitgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen geht eine weitere Studie aus Deutschland nach, die den Zusammenhang von “Ferien im Süden” und der Bildung von Nävi (Muttermalen) bei Kindern untersucht. Nävi gelten unumstritten als Risikofaktoren für die Bildung von Hautkrebs im späteren Leben.

Wie in früheren Studien schon vermutet stellte sich heraus, dass die Zahl der Nävi nicht etwa durch längeren Aufenthalt in der Sonne sondern ausschließlich durch häufige, unvorbereitete, sozusagen schockartige Sonnenexposition gesteigert und damit das Melanom-Risiko erhöht wird. Sprich: Kinder, die zuhause vor TV- und Bildschirmen oder ihren Spielkonsolen sitzen und kaum an die Sonne kommen, dann in den Ferien vom ersten Tag an “gnadenlos” sonnen (s. die Studien zu Sonnenbränden bei Jugendlichen in den Sommerferien), sind die einzigen, die durch die Feriensonne gefährdet sind.

Quelle: PubCrawler

Studie 1: Esther M. John, Jocelyn Koo and Gary G. Schwartz, Sun Exposure and Prostate Cancer Risk: Evidence for a Protective Effect of Early-Life Exposure, Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, 2007;16(6):1283–6

Studie 2: O. Gefeller et al., The Relation between Patterns of Vacation Sun Exposure and the Development of Acquired Melanocytic Nevi in German Children 6-7 Years of Age , American Journal of Epidemiology (vorab online) 03.03.2007

Lieber zertifiziertes SonnenstudioMehr als vier Fünftel (83%) der befragten Studio-Kunden bevorzugen ein zertifiziertes vor einem nicht zertifizierten Studio.

Solarien-Hersteller JK-Sales GmbH hatte mit einem umfangreichen Fragebogen bei Kunden zertifizierter Studios nachgefragt und die Antworten von 175 Befragten ausgewertet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und die zertifizierten Studios können sich in ihrer Entscheidung bestätigt fühlen.

Hier die Ergebnisse der Kundenumfrage “zertifiziertes Sonnenstudio”

Quelle: JK Sales Market Research

Noch in ihrer laufenden Kampagne gegen Solarien behaupten Deutsche Krebshilfe und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) ernsthaft, es gäbe in Deutschland keinerlei Vitamin D-Probleme (ausser bei einigen wenigen Problemgruppen).

Das war nach Dutzenden anderslautender internationaler Studien (s. z.B. die große europäische Studie hier) schon immer eine “gewagte” Behauptung. Jetzt veröffentlicht die Fachzeitschrift “European Journal of Clinical Nutrition” vorab online die Ergebnisse einer umfangreichen Studie am Robert-Koch-Institut speziell für Deutschland:

Für 57% der männlichen und 58% der weiblichen Probanden der Studie wurde ein Vitamin D-Defizit (<50 nmol/l) diagnostiziert. Bei den 65- to 79jährigen Frauen waren es sogar 75%.

Zusammenfassung der Robert-Koch-Forscher: “Vitamin D-Mangel ist ein generelles Gesundheitsproblem in Deutschland“.

Quelle: Pub Med

Studie: B. Hintzpeter et al., Vitamin D status and health correlates among German adults, Eur J Clin Nutr. 2007 May 30 (vorab Online publiziert)

sunCollege Seminar ZertifizierungIm Rahmen des sunCollege wird kurzfristig ein kostenloses Spezialseminar zum Thema Zertifizierung, Referent: Dr. Norbert Schmid-Keiner, am Freitag, 22. Juni, im Hause megaSun in Dernbach angeboten.

Anmeldungen

  • telefonisch über die Rufnummer (0 26 89) 94 26 – 0,
  • per E-Mail über info@suncollege.de
  • im Internet über www.suncollege.de

Mehr dazu in der Pressemeldung von sunCollege hier (PDF,19 kb).

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