Osteoporose, Knochenbrüche und Vitamin DUm Muskelschwäche, Fallen und Knochenbrüche bei älteren Menschen zu vermeiden, muss Vitamin D und Kalzium in ausreichender Menge zugeführt werden. In der Vergangenheit wurde bei vielen “offiziellen” Empfehlungen von viel zu niedriger Dosierung ausgegangen.

Diese Einsicht unterstreicht eine neue Meta-Studie (Zusammenfassung von Daten aus 17 früheren Untersuchungen) der University of Western Sydney in Australien. Damit liesse sich das Risiko von Knochenbrüchen vor allem bei Osteoporose um bis zu 24% verringern.

Die Analyse der Daten von 52 625 Personen über 50 Jahren und einer mittleren Behandlungsdauer von 3,5 Jahren zeigten, dass erst eine Dosierung von über 1.200 Milligramm Kalzium und über 800 IU (Internationalen Einheiten) an Vitamin D zu optimalen Ergebnissen führte.

Die Autoren weisen allerdings auch auf die Schwierigkeiten hin, die viele ältere Menschen mit der regelmäßigen Einnahme einer entsprechende Dosis hätten.

Nicht Gegenstand der Untersuchung war die Frage, ob nicht eine ausreichende Vitamin D-Versorgung auch, besser, verläßlicher und ggf. billiger durch (künstliche) Besonnung erreicht werden könnte.

Quelle: Ärztezeitung

Studie: B Tang et al., Use of calcium or calcium in combination with vitamin D supplementation to prevent fractures and bone loss in people aged 50 years and older: a meta-analysis. Lancet 2007; 370: 657-666

3 Kommentare zu “Mehr ist manchmal doch – mehr! Kalzium und Vitamin D gegen Knochenbrüche”

  1. Dr. Roederam 23.02.2008 um 11:54

    Die beste Vorbeugung gegen Osteoporose sind körperliche Belastung im Freien um ein maßvolles Aussetzen der Haut an das Sonnenlicht zu erreichen. Europäer z.B. haben unter Anderem eine helle Haut um die in hohen Breiten schwächere UV-Strahlung besser nutzen zu können. Weiter sind calcium- und vitamin-D-reiche Ernährung (Milchprodukte, Seefisch) förderlich, da auf diese Weise dem Körper Calcium und Vitamin D-Vorstufen zugeführt werden. Als Ergänzung, z.B. für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, können pharmazeutische Präparate mit Calcium und Vitamin D 3 betrachtet werden.

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  3. Schöffmannam 01.05.2012 um 09:56

    Im Hinblick auf das grundsätzliche Risiko einer Überdosierung an Calcium und Vitamin D sollte einer natürlichen Zufuhr von Calcium
    aus der Nahrung sowie der körpereigenen Vitamin-D-Produktion
    unter UV-Strahlung der Vorzug gegeben werde. Hier sind Überdosierungen nicht möglich, da der Calciumgehalt der Nahrungsmittel meist moderat ist. Die Vitamin-D-Produktion der Haut
    läßt zudem mit steigender Expositionsdauer nach. Vitamin-D3- und
    calciumhaltige Medikamente leisten hilfreiche Dienste bei bestehender Indikation. Dem Einsatz sollte eine ärztliche Diagnose
    mit sich ableitender konkreter Bedarfsermittlung vorausgehen. Der unkontollierte eigenmächtige Einsatz vorgenannter Medikamente zudem in hohen Dosen birgt das eingangs beschriebene Risiko.

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