Ein offender Streit über das “Sonnenschein-Vitamin” D zwischen Kinder-, Frauenärzten und der Krebsgesellschaft auf der einen und der regierungsoffiziellen Gesundheitsbehörde, Canada Health, auf der anderen Seite spitzt sich seit Mitte dieses Jahres ständig zu.

Die Ärzte-Organisationen fordern Empfehlungen für eine optimale tägliche “Ration” an Vitamin D, die z.B. für Schwangere um ein 10faches höher liegen soll, als von der Regierung bisher angegeben Mengen. Die Ärzte verweisen auf die zahlreichen Studien der letzten Zeit, in denen die zentrale Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin” für die Vorbeugung von Infektions-, Autoimmun- und Krebserkrankungen unterstrichen wird.

Da ca. 90% des Vitamin D im Körper selbst durch UV-B-Strahlen (der Sonne oder im Solarium) gebildet wird, sind die Kanadier hier durch ihre geographische Lage und den dadurch bedingten besonders langen “Vitamin D-Winter” stark benachteiligt. Der Verweis der Regierung auf ähnliche Richtlinien in den USA sei also, so die Ärzte-Organisationen, nicht angemessen.

Sowohl die kanadischen als auch die US-amerikanischen Behörden wollen jetzt ein Verfahren zur Revision der Empfehlungen in beiden Ländern in Gang setzten.

Quelle: globeandmail.com

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  1. [...] US-amerikanischer und australischer Richtliniern und Empfehlungen verschiedentlich berichtet, z.B. hier, hier, hier, hier und [...]

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