Sonne, Vitamin D und Gesundheit tanken in der Mittagspause

Wieviel Vitamin D braucht der Mensch? und wie kann er es sich am einfachsten und sichersten beschaffen? Eine Antwort auf diese Fragen versuchen englische und norwegische Forscher mit Hilfe von Rechenmodellen. O. Engelsen und A.R. Webb von der School of Earth Atmospheric and Environmental Sciences in Manchester berechneten die Möglichkeit, von verschiednen Institutionen empfohlene Vitamin D (25 OH D) Spiegel im Blut durch Sonneneinstrahlung zu erreichen, ohne die Gefahr von Hautschäden. Dabei berücksichtigten sie Faktoren wie Breitengrad, Jahreszeit, Hauttyp und die Größe der von der Sonne bestrahlten Hautfläche.

Die Ergebnisse:
Für die von vielen Gesundheitsorganisationen empfohlene Dosis von 400 IU (Internationale Einheiten) pro Tag ist unter fast allen Umständen ein Sonnenbad in der Mittagspause ausreichend, ohne die Gefahr eines Sonnenbrands.

In Ländern nördlich etwa des 40. Breitengrads allerdings gilt dies nur für die Monate April bis Oktober. Danach setzt der “Vitamin D-Winter” ein, in dem die Sonne nicht kräftig genug ist, die Vitamin D-Synthese in der Haut anzustossen. Je näher am “Vitamin D-Winter” desto mehr Hautfläche sollte der Sonne ausgesetzt werden – ganz im Gegensatz zum üblichen Verhalten.

Die von vielen Wissenschaftlern inzwischen gefordert Menge an Vitamin D-Zufuhr von 1.000 IU kann, laut Engelsen und Webb, ebenfalls noch in der Mittagspause geschafft werden. Allerdings muss dann mehr Haut gezeigt und – je nach Breitengrad und Hauttyp – eine längere “Vitamin D-Winter”-Pause einkalkuliert werden.

Quelle: PubMed Foto: Ted Szukalski photography

Studie: A.R. Webb , O. Engelsen, Ultraviolet exposure scenarios: risks of erythema from recommendations on cutaneous vitamin D synthesis, Adv Exp Med Biol. 2008;624:55-71.

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