Seit längerer Zeit hatten sich die Hinweise gehäuft, jetzt eine weitere Bestätigung: Ein ausreichender, besser: optimaler Vitamin D (25 OH D) Spiegel im Blut schützt vor Brustkrebs, der häufgsten Krebsart bei Frauen, so das Ergebnis einer Studie an der Universität Toronto, das jetzt auf der Konferenz der American Society of Clinical Oncology vorgestellt wurde.

Mehr als drei Viertel der untersuchten Frauen mit Brustkrebsdiagnose wiesen ein Defizit beim “Sonnenschein-Vitamin” auf. Im Gegensatz zu Frauen mit normalem oder optimalem Vitamin D-Spiegel vergrößert sich das Risiko von Metastasen bei Vitamin D-Defiziten um 94 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, an diesem Tumor zu sterben, erhöht sich bei Vitamin D-defizitären Frauen um 73 Prozent.

Da Vitamin D ganz überwiegend durch Sonnenstrahlen (UV-B Strahlen) auf der Haut im Körper selbst gebildet wird, ist das Ergebnis dieser Studie ein weiterer Beleg für die These, dass ein “zu wenig” an Sonne sehr viel gefährlicher für die Gesundheit ist als ein “zu viel”.

Die von der Breast Cancer Research Foundation finanzierte Studie mit 512 Teilnehmerinnen und einem Durchschnittsalter von 50 Jahren verfolgte die Krankheitsverläufe über mehr als 10 Jahre nach der Diagnose.

In dieser Periode starben 26 Prozent der Frauen mit Vitamin D-Defizit an der Krankheit und bei 31 Prozent entwickelten sich Metastasen, aber nur 15 Prozent der Patientinnen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung starben und nur bei 17 Prozent kam es zu Metastasen.

Dies ist die erste Studie, die wirklich die Verbindung von Vitmian D-Defiziten mit der Entwicklung nach der Brustkrebs-Diagnose nachweist, ” so die Leiterin der Forschungsgruppe, Pamela Goodwin.

(Auf frühere Studien zu Vitamin D und Brustkrebs aus den letzten Monaten haben wir hier, hier, hier, hier, hier und hier hingewiesen)

Quelle: Bloomberg

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