Mit den Kindern fing im 19. Jahrundert die “Karriere” des “Sonnenschein-Vitamins” D an. Rachitis bei Unterschichtkindern, die in Mietskasernen und lichtlosen Innenhöfen vegetierten, konnte mit dem Vitamin D bekämpft und – zusammen mit den immer besseren sozialen Verhältnissen – besiegt werden.

Jetzt taucht, mit den veränderten Lebens- und Konsumgewohnheiten, das Problem des Vitamin D-Mangels bei Kindern und Jugendlichen wieder auf.

Und es geht nicht mehr “nur” um Knochengesundheit. Die Wissenschaft hat in den vergangenen zehn Jahren eine Fülle von Gesundheitsgefahren durch Vitamin D-Mangel entdeckt, von Krebs über Diabetes und Herz-Kreislauf- bis zu psychiatrischen Erkrankungen.

Dass die “Epidemie Vitamin D-Mangel” (und da UV-Strahlen für 90 Prozent der Vitamin D-Produktion sorgen auch: Sonnen-Mangel) auch und vor allem Kinder und Jugendliche trifft, belegt einmal mehr eine soeben erschienene Studie vom Children’s Hospital Boston, USA:

40 Prozent der untersuchten und ansonsten gesunden Kinder und Kleinkinder hatte einen Vitamin D-Spiegel im Blut deutlich unter dem wünschenwerten Optimum von 30 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter), und noch 12 Prozent wiesen ein ausgeprägtes Vitamin D-Defizit unterhalb 20 ng/mL auf.

(Über Studien mit ähnlichen Ergebnissen haben wir hier, hier, hier, hier und hier berichtet)

Studie: C.M. Gordon et al., Defining Vitamin D Deficiency in Infants and Toddlers, Arch Pediatr Adolesc Med. 2008;162(6):583-584. Juni 2008 (Kopie der Studie als PDF kostenlos)

Keine Kommentare zu “Kinder schützen – aber wovor?”

  1. [...] mit Sonnenschutzmitteln und dem richtigen Sonnenschutz für Kinder hatten wir bereits hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [...]

  2. [...] D-Defizite bei Kindern und Jugendlichen hatten wir in den vergangenen Monaten mehrfach berichtet: hier, hier, hier und [...]

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