Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Vitamin D-Mangel erhöht beträchtlich das Risiko eines Hüftbruchs bei Frauen jenseits der Wechseljahre.

Ältere Menschen leiden sehr viel häufiger an Vitamin D-Mangel. Der Grund: Sie können oder wollen sich oft nicht mehr ausreichend an der Sonne bewegen und die Haut ist weniger “durchlässig” für UV-Strahlen, die notwendig sind, um im Körper Cholesterol in Vitamin D (25-hydroxyvitamin D [25(OH)D]) umzuwandeln. Vitamin D-haltige Ernährung und Nahrungsergänzung wirkt gerade bei älteren Menschen ebenfalls stark abgeschwächt und daher nur in höherer Dosierung. Das aber birgt eine gewisse Gefahr der Vitamin-Vergiftung, die bei der Vitamin D-Synthese durch Sonnenstrahlen nicht existiert.

Eine Studie der Universität Pittburgh, USA, auf der Basis von fast 40.000 Teilnehmerinnen untersuchte jetzt den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Brüchen des Hüftknochens. Dabei wurde nur die Ernährung und eventuelle Nahrungsergänzung durch Vitamin D-Präparate berücksichtigt.

Die risiko-mindernde Wirkung des Vitamin D für Stürze und Hüftknochenbrüche zeigte sich erst bei der Gruppe, deren Ernährung oder Nahrungsergänzung im oberen Drittel der der Untersuchten lagen. Dann aber wurde die Wirkung sehr deutlich, der Anteil der Stürze und Brüche sank rapide ab.

Der Frage, inwieweit eine ausrechende (künstliche) Besonnung das Risiko weiter und problemloser mindern könnte, geht die Studie allerdings nicht nach.

Quelle: PubMed

Studie: J.A. Cauley et al., Serum 25-hydroxyvitamin D concentrations and risk for hip fractures, Annals of Internal Medicine, 2008 Aug 19;149(4):I42

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