Jahrelang hat die Kosmetik-Industrie die zum Teil haarstäubenden Angst-Kampagnen gegen Besonnung und Solarien gefördert und dazu beigetragen, dass ein großer Teil der Bevölkerung heute aus Angst vor Sonnenstrahlen und Sonnenbänken ihre Gesundheit durch ein zu wenig an Sonne auf`s Spiel setzt.

Seit einiger Zeit nun kommen immer mehr Fakten ans Licht der Öffentlichkeit, die geeignet sind, die Geschichte von Kosmetik, Haut und Sonnenschutz  neu zu schreiben.

So haben jetzt zum Beispiel Forscher an der bekannten Rutgers University in New Jersey, USA, in umfangreichen Labortests entdeckt, dass gängige Feuchtigkeitscremes unter UV-Bestrahlung die Bildung von Hautkrebs, vor allem dem gefährlichen Melanom, befördert. Die Forscher waren auf diesen Effekt eher durch Zufall bei Experimenten mit Coffein im Tierversuch gestoßen, bei denen die Cremes lediglich als Trägerstoffe gedacht waren.

Das Risiko der Versuchsmäuse, ein Melanom zu entwickeln, stieg mit dem regelmäßigen Eincremen um bis zu 95%. Welche Substanzen dabei genau für diesen Effekt verantwortlich waren, konnte die Studie nicht nachweisen.

Obwohl die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen noch überprüft werden müsste,  sollte beim Umgang mit Feuchtigkeitscremes auf besonnter Haut Vorsicht geboten sein.

Vor kurzem erst waren Sonnenschutzmittel mit allgemein üblichen inzwischen aber als giftig identifizierten Inhaltsstoffen ins Gerede geraten (wir hatten berichtet).

Quelle: Ärztliche Praxis

Studie: Y.P. Lou et al., Tumorigenic Effect of Some Commonly Used Moisturizing Creams when Applied Topically to UVB-Pretreated High-Risk Mice, Journal of Invest. Dermatology,  August 2008, vorab online veröffentlicht

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