Schocktherapie mit Hilfe modernen Bildbearbeitungs-Software setzt die englische Cancer Research UK ein in ihrer Herbstkampagne 2008 gegen Solarien und künstliche Besonnung.

Die Sängerin Sandi Thom, 27, stellte sich für diesen Schocker zur Verfügung. Ihr akutelles Porträt (linkes Bild) wurde phototechnisch um 30 Jahre “normal gealtert” (Bild Mitte) und ihm dann Runzeln, Pigmentverschiebungen und Hängebacken verpasst (Bild rechts), um die Folgen von übermäßiger Sonnenbank-Nutzung zu demonstrieren.

Wir wollen die Jugendlichen mit dieser Schocktherapie zum Nachdenken zwingen“, so die Sprecherin von Cancer Resesarch UK.

Beeindruckt war zumindest die Sängerin selbst von ihrem verunstalteten Konterfei und zog werbewirksam die Konsequenz: “Der Gedanke, dass ich mit 57 Jahren so aussehen sollte, macht mich schaudern. Ich werde jedenfalls nach diesem Anblick keine Sonnenbank mehr benutzen.

Die Bilder fanden ein breites Medien-Echo. Lediglich der britische Verband der Besonnungsbranche The Sunbed Association meldete sich mit dem sachlichen Hinweis, dass ein vernünftiger  Gebrauch der Sonnenbank niemals solche Folgeschäden nach sich ziehen könne.

Nicht Sonnenbank und Sonnenstudio,” so die Sprecherin des Verbands, Kathy Banks, “sondern das völlig unkontrollierte und unvorbereitete Sonnen im Freien, vor allem in den Ferien, ist das Problem.”

Ähnlich wie in Deutschland ist es den Vertretern der Besonnungsbranche in England bisher nicht gelungen,  die Anti-Solarien-Fronde für eine rationale, an den tatsächlichen Probleme orientierte, gemeinsame Aufklärungskampagne über die Gesundheitswirkungen der UV-Strahlen und das richtige Verhalten an der Sonne und im Solarium zu gewinnen.

Quelle und Photos: BBC

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