Gibt es eine Bräunung ohne UV-Strahlen und ohne streifige, abfärbende, orangenfarbige Selbstbräuner? Möglicherweise bald!

Wissenschaftler an der Universität von Kentucky, USA, basteln an einer Methode, der eigenen Haut vorzugaukeln, sie werde von der Sonne beschienen und damit die Produktion von Melanin anzuregen. Der Trick hat einen Namen: Forskolin, ein Derivat der Buntnessel Pletranthus barbatus.

Eine Lotion mit dem Extrakt dieser Pflanze auf die Haut gerieben, hat auf die Hautpigmente die gleiche Wirkung wie die Sonne: es bildet sich mehr Melanin und wandert an die Hautoberfläche.  Hier wirkt es dann, wieder ebenso wie die Sonnenbräune, als Schutz gegen Sonnenbrand und DNA-Schäden durch die UV-Strahlen.

Wir wissen, dass Forskolin die Melanin-Produktion in der Haut anregt. Jetzt testen wir nur noch, ob das auch ohne Nebenwirkungen abgeht. Im Moment sieht es sehr vielversprechend aus,” behautpet im Interview der Leiter der Forschungsgruppe Dr. John D’Orazio am Markey Cancer Center und Graduate Center for Toxicology der Universität von Kentucky.

Die Wissenschaftler glauben, auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: “Natürliche”, zumindest hauteigene Bräunung verbunden mit dem natürlichen Sonnenschutz durch das Melanin.

Quelle: Eurekalert

Ein Kommentar zu “Hautbräunung – statt Sonne so tun als ob?”

  1. Martinam 29.01.2009 um 14:48

    Forskolin soll ja anscheinend ein “Universal-Theriak” sein, soll positive Wirkungen auf den Blutdruck haben, bei erektilen Dysfunktionen helfen, Blaseninfektionen, Herzleistungssteigerung, Grauem Star und wird im bereich des Bodybuilding als Fatburner verwendet, usw.

    Anwendungsmöglichkeiten: Tablette, Creme, Spritze (iv oder sc?)

    Im Bereich der reinen Hautbräunung wäre zu fragen:

    a) welche Dosierung wird benötigt bei Tabletten bzw. wieviel mg standardisiertem Extrakt
    b) dto. bei einer Cremegrundlage (Ö/W), da der Extrakt der Bundnessel wahrscheinlich ölig ist.
    c) gibt es Versuchsreihen, klinische Erprobung?

    Im Bereich der Melaninförderung wurde über melanotan II geschrieben, welches aber nur s.c. gespritzt werden kann und teilweise (je nach Verwender) erhebliche Nebenwirkungen hat, die sich auf das negativ auf das Wohlbefinden auswirken.

    Gibt es für Forskolin neue Ergebnisse?

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben