Monatsarchiv für Februar 2009

Obwohl in vielen Studien eine Verbindung von Vitamin D und Brustkrebs nachgewiesen wurde, war auch hier der Zusammenhang unklar und die Debatte wurde sehr kontrovers geführt. Jetzt könnte diese Verbindung und eine Antwort gefunden sein auf die Frage, wie Vitamin D gegen den Brustkrebs wirkt.

Vitamin D3 mobilisiert ein Protein, das den Tumor bekämpft.  “Unsere Ergebnisse belegt einen wichtigen Prozess bei dem das aktive Vitamin D das Wachstum der Krebszellen in der Brust zurückdrängt”, so die Studienleiterin Prof. Sylvia Chistakos von der UMDNJ-New Jersey Medical School, wir haben damit eine Basis für unser Bemühen um eine Brustkrebs-Therapie.

Quelle: ScienceDaily/Newswise

Gleichzeitig in Print erschienen eine ähnliche Studie aus Italien, über die wir bereits berichtet haben:
M. Rossi, J.K. McLaughlin et al., Vitamin D intake and breast cancer risk: a case-control study in Italy, Annals of Oncology. August 2008, online vorab veröffentlicht,
Print: Annals of Oncology 2009 20(2):374-378

kind-shirt-strandDas “missing link” zwischen dem “Sonnenschein-Vitamin” D und der Entstehung und Entwicklung von Multipler Sklerose scheint jetzt gefunden zu sein. Forscher an der Universität Oxford berichten im PLOS Genetics Journal über das Zusammenspiel von Vitamin D und einem Gen, das als Ursache für ein erhöhtes MS-Risiko bekannt ist.

Eine optimale Vitamin D-Versorgung der werdenden Mütter und der neugeborenen Babies kann demnach die Entstehung von Multipler Sklerose verhindern.

Unsere Studie belegt, dass die Versorgung mit ausreichend Vitamin D in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren die Gefahr einer Multiplen Sklerose später im Leben deutlich vermindert,” so der Leiter der Forschungsgruppe, Dr.  Sreeram Ramagopalan.

Aus zahlreichen früheren Studien war bereits bekannt, dass Menschen in sonnenarmen Regionen eine wesentlich größeres Risiko tragen, Multiple Sklerose zu bekommen als Menschen in südlichen Ländern.

Vitamin D reguliert, so das Ergebnis der Oxforder Studie, das Gen DRB1*1501.  Dieses Gen erhöht das MS-Risiko um das 3fache und um das 10fache, wenn dieses Gen bei einem Menschen  doppelt auftritt. Wie genau die durch Vitamin D aktivierten Proteine im Umfeld dieses Gens ihre schützende Funktion ausüben, ist noch nicht bekannt.

Einer der Autoren, Dr. George Ebers, vom Wellcome Trust Centre for Human Genetics an der Oxford Universität stellt im Interview die naheliegende Frage: „Kann es bei diesem Stand des Wissens richtig sein, gegen den Aufenthalt an der Sonne und das Sonnenbaden anzugehen?
90 Prozent der Vitamin D-Bildung wird durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium bewirkt.

Über die Immun-regulierende Wirkung von Vitamin D und ihre Bedeutung für Autoimmun-Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten erschienen. Über einige davon haben wir hier und hier berichtet.

Quelle: BBC News/Science Daily

Studie: S.V. Ramagopalan et al., Expression of the multiple sclerosis-associated MHC class II Allele HLA-DRB1*1501 is regulated by vitamin D, PLoS Genetics, 2009 , vorab online publiziert 6. Februar 2009 .

kinder-strand-hochsitz2Der tägliche Aufenthalt zuhause an der Sonne scheint keine Auswirkungen auf die Bildung von Muttermalen (Nävi) zu haben. Der Ferienaufenthalt am Strand aber sehr wohl! Damit bilden die Ferien bei Kindern ein gesteigertes Risiko für eine Melanom-Bildung”.  So fasst Prof. Lori Crane von der Colorado School of Public Health, USA,  eine Studie mit 681 Kindern im Alter von sieben Jahren aus dem US-Bundesstaat Colorado zusammen.

Die Zahl der Muttermale ist eines der Risikofaktoren für den “schwarzen Hautkrebs”.  Ferien am Strand lassen, wie die Forscher herausfanden, bei Kindern in diesem Alter die Zahl der Muttermale  jedes Mal um 5 Prozent ansteigen.  Jungen sind dabei stärker gefährdet als Mädchen.

Wie schon bei anderen Studien mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen erwies sich der Schutz mit Sonnencreme als wenig wirksam.  Eincremen verführte zu übermäßig langem Aufenthalt in der Sonne am Strand.

Bestätigt werden auch Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren, die belegen, dass regelmäßiger aber mäßiger Aufenthalt an der Sonne keinen Einfluss hat auf die Bildung von zusätzlichen Muttermalen und im Gefolge auf die Entstehung von Hautkrebs (Melanom) – im Gegenteil, dass aber die unvorbereitete und extreme Sonnenexposition, wie sie für den Strandurlaub im Sommer typisch ist, das Melanom-Risiko deutlich verstärken kann – ganz besonders bei kleinen Kindern.

Quelle: Newswise

In Vertretung für die prügelnden Pferdebesitzer ...

In Vertretung für die prügelnden Pferdebesitzer ...

Der Richter nannte es einen “unschönen Vorfall” befand dann aber auf  “Freispruch”.

Dabei war es ziemlich brutal zugegangen bei einer Prügelei zwischen einer Reiterin und einem Reiter, beide Doktoren, um den Zugang zum Pferde-Solarium auf einem Reitplatz in Salzburg.

Weil das Pferd der Doktorin nach einer Springstunde geschwitzt hatte, wollte es die Frau (51) ins Solarium stellen. Dort war aber schon der Hengst eines 65-Jährigen Reiterfreundes. Ein Wort ergab das andere, auch der Ausdruck „Arschkuh” soll gefallen sein, schließlich wurde es brutal:

Die Frau schlug mit einer Schaufel und brach dem Solariums-Konkurrenten einen Mittelhandknochen. Der wehrte sich mit der blanken Faust und verpasste der rabiaten Reiterin ein paar Kopfnüsse.

Die beiden Pferde blieben unbeschädigt und – wie man hört -  unbeeindruckt.

Der ratlose Richter hörte sich beide Versionen der Geschichte an und kam zu dem Schluss –   “Tatzeugen gibt es nicht, und das Pferd können wir nicht befragen” – das Verfahren aus Mangel an Beweisen einzustellen.

Quelle: Tirol Online

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