Auch Sonnenbänke mit relativ geringem UV-B-Anteil am Strahlenspektrum führen schon bei mäßiger Besonnung zu einer Vitamin D-Bildung in der Haut.

Eine Studie am Dermatologischen Institut der Universität Kopenhagen, die von der Studieleiterin Elisabeth Thieden jetzt beim Jahreskongress der Photobiologen in Düsseldorf vorgetragen wurde, belegt einmal mehr die Fähigkeit handelsüblicher Sonnenbänke, die ausreichende Versorgung der Nutzer mit Vitamin D sicherzustellen.

Die Forscher hatten 20 Frauen im Alter unter 50 Jahren in einer Serie von vier 6minütigen Sitzungen im Abstand von zwei Tagen und anschliessend vier 12minütige Sitzungen im Abstand von 3 Tagen bestrahlt auf Sonnenbänken mit nur 0,5 Prozent UVB-Anteil . Eine weitere Gruppe wurde im gleichen Rhythmus auf Sonnenbänken mit 1,4 Prozent UVB-Anteil bestrahlt. Eine Kontrollgruppe, die in den wesentlichen Eigenschaften den beiden Testgruppen glich, erhielt keinerlei UV-Bestrahlung.

Während sich der Vitamin D-Spiegel,25(OH)D,im Blut nach neuen Tagen in der 0,5 UVB-Gruppe um 12 nmol/ml im Durchschnitt, und in der 1,4 UVB-Gruppe um 27 nmol/ml erhöht hatte, wurde in der Kontrollgruppe keine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels festgestellt.

Bemerkenswert: In der zweiten Phase der Bestrahlung mit längeren Bestrahlungszeiten erhöhte sich der Vitamin D-Spiegel zwar noch weiter, aber nur noch um einen geringen Betrag von 3 nmol/ml in der o,5 UVB-Gruppe, und sogar nur um 0,3 nmol/ml in der 1,4 UVB-Gruppe.

Dieses Ergebnis zeigt nicht nur, dass mit den in Sonnenstudios üblichen Sonnenbänken sehr wohl ausreichend Vitamin D gebildet wird, sondern darüber hinaus, dass der Körper selbstständig die Vitamin D-Produktion drosselt oder ganz einstellt, wenn “die Speicher voll sind”. Eine Überdosierung durch UV-Bestrahlung kann es also nicht geben.

Quelle:  Tagungsband des Internationalen Photobiologen-Kongresses, Düsseldorf

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