Frauen, die häufiger als drei mal pro Jahr eine  Sonnenbank benutzen, verringern ihr Risiko, an einem Gebärmutter-Krebs zu erkranken, um 50 Prozent im Vergleich zu Frauen, die nie oder selten ein Solarium benutzen.  Sonnenbaden im Sommer führt immerhin noch zu einer Risiko-Senkung um etwa 20 Prozent.

So das Ergebnis einer Langzeitstudie mit fast  30.000 Teilnehmerinnen über 15 Jahre hinweg.  Die Forscher am Institute of Clinical Sciences der Universität Lund in Schweden hatten mit dieser Studie den Zusammenhang von Sonne, UV-Strahlen und Gebährmutterkrebs untersucht.

Der Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Krebsart bei Frauen und die häufgste der weiblichen Geschlechtsorgane mit etwa 12.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Wissenschaftliche Erkenntnisse wie diese (und hunderte ähnlicher Studie über die positiven Gesundheitswirkungen der Sonnenstrahlen) werden in der derzeit wieder hoch schwappenden Diskussion um gesetzliche Regulierungen von Solarien völlig ausgeblendet – eine Diskussion, bei der sich die meisten Medien ohne Gegenwehr dermatologische Scheuklappen aufsetzen lassen.

In einer Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) vor einigen Tagen wurde die längst wissenschaftlich gesicherte Bedeutung der UV-Strahlen und des “Sonnenschein-Vitamins” D – zu etwa 90 Prozent “Produkt” dieser Strahlen -  für die Prävention und Therapie vieler “Volkskrankheiten” wie Osteoporose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs völlig ausgeblendet.

Mehr noch, die Protagonisten dieser Inszenierung forderten auch ein Verbot aller Aussagen über diese positiven Wirkungen der UV-Strahlen in Zusammenhang mit der künstlichen Besonnung auf der Sonnenbank. Ziel dabei ist der Druck auf die Autoren der kommenden Ausführungsverordnung zum “Solariengesetz”, das seit Anfang August in Kraft ist und die Nutzung von Solarien durch Jugendliche unter 18 Jahre verbietet.

Bei derartig aggressiven Versuchen, eigene standespolitische Interessen durchzusetzen ohne Rücksicht auf die fatalen Auswirkungen solcher Verbote für die Gesundheit der Bevölkerung, bleibt nur die Hoffnung auf die Weisheit und Belesenheit der Verordnungsgeber.

Quelle: ScienceDaily

Studie:  E. Epstein , P.G. Lindqvist, B. Geppert , H. Olsson,  A population-based cohort study on sun habits and endometrial cancer, British Journal of  Cancer, 2009 Aug 4;101(3):537-40

Ein Kommentar zu “Sonnenbank senkt Krebsrisiko”

  1. [...] Studien von verschiedenen internationalen Forschungsinstituten. (Wir haben darüber u.a. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [...]

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