Vitamin D-Mangel erhöht Bluthochdruck-Gefahr

Vitamin D-Mangel erhöht Bluthochdruck-Gefahr - Foto: iStockphoto

Junge Frauen mit niedrigen Vitamin D-Serumwerten im Blut verdreifachen ihr Risiko, 15 Jahre später an Bluthochdruck zu leiden.

Im Jahre 1993 hatten Wissenschaftler von der University of Michigan School of Public Health im US-Bundesstaat Michigan den Vitamin D-Spiegel im Blut von 559 Frauen im Alter zwischen 24 und 44 Jahren gemessen. Damals wurden zwei (2) Prozent dieser Frauen wegen Bluthochdruck behandelt. Bei weiteren vier (4) Prozent war der Hochdruck noch diagnostiziert worden.

Vier von fünf Frauen hatten einen Vitamin D Spiegel von unter 80 nmol/L (Nanomol pro Liter), ein Maß das damals als Unterversorgung definiert wurde. Ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Unterversorgung wurde zu dem Zeitpunkt nicht festgestellt.

15 Jahre später jedoch, im Jahre 2008,  war bei 19 Prozent der Frauen ein Bluthochdruck festgestellt worden und weitere seche (6) Prozent litten unerkannt darunter. In der Gruppe mit Vitamin D-Unterversorgung war der Anteil der Hochdruck-Kranken mehr als drei Mal so hoch  wie in der Gruppe mit dem Vitamin D-Wert von 80 nmol/L oder mehr – und das, obwohl bereits Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und relatives Alter berücksichtigt wurden.

Dieses Ergebnis wurde jetzt auf der Jahreskonferenz der Hochdruck-Forscher in der American Heart Association in Chicago vorgestellt.

Sonnenstrahlen auf der Haut ist der effizienteste Weg zu einem optimalen Vitamin D-Spiegel. Vitamin D-Defizit ist  einer der Haupt-Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall “, so Flojaune C. Griffin, eine der AutorInnen der Studie.

Prof. Dr. John P. Forman von der Harvard Medical School, Boston, und “Nestor” der Vitamin D-Forschung dazu: “Diese Studie unterstreicht die wachsende Kenntnis über den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Bluthochdruck.  Unter den zahlreichen Studien zu diesem Thema ist diese Arbeit wohl diejenige mit dem längsten Untersuchungszeitraum.

Bluthochdruck als Vorläufer von Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen wird auch als der “silent killer” bezeichnet, weil kaum mehr als die Hälfte der Erkrankten sich überhaupt der Tatsache bewusst sind, dass sie unter Hochdruck leiden.

Quelle:  Diverse Berichte von der American Heart Association High Blood Pressure Research Conference, Chicago.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben