Sonnenschutz ist wichtig. Allumfassender Sonnenschutz, wie von der Kosmetikindustrie und einigen Dermatologen immer wieder propagiert, hat dagegen fatale Folgen für die Gesundheit!

Zwei grundlegende Studien haben sich jetzt mit der “Güterabwägung” zwischen der “guten” und der “bösen” Sonne befasst und kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass der gesundheitliche Nutzen einer kontrollierten, regelmäßigen Besonnung die möglichen Gefahren der UV-Strahlen um ein Vielfaches übersteigt.

Prof. Dr. Jörg Reichrath, Universität des Saarlands, einer der Autoren einer umfassenden Review-Studie: “Wir und andere Forscher haben gezeigt, dass strikter Sonnenschutz zu Vitamin D-Defiziten führt und dass die Diagnose und Behandlung dieses Vitamin D-Defizits, vor allem bei Gruppen mit geringer Sonnen-Exposition, von höchster Wichtigkeit ist.“  Forschungen der letzten Jahre hätten immer wieder nachweisen können, dass Vitamin D-Mangel von großer Bedeutung sei für Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten wie etlicher Krebsarten, Knochen- und Muskelschwäche, Autoimmun-Erkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck.

Die Studie kommt aufgrund einer gründlichen Analyse der bisher vorliegenden Forschungsergebnisse zu konkreten Empfehlungen für eine ausgewogene Balance zwischen ausreichender Besonnung im Freien oder im Solarium für eine gleichmäßige Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D3 einerseits und der Vermeidung von Hautschäden durch angemessenen Sonnenschutz auf der anderen Seite.

400.000 Leben könnten jedes Jahr gerettet werden

Spektakulärer die Schlussfolgerungen einer Studie von Prof. William B. Grant vom Sunlight, Nutrition and Health Research Center (SUNARC),  San Francisco, USA.
Prof. Grant macht den Versuch, in einer Modellrechnung die positiven wie negativen Folgen einer erhöhten Vitamin D-Versorgung durch UVB-Strahlen von Sonne oder Solarium zu bestimmen.

Kurz zusammengefasst lautet sein Fazit für die USA:
Eine  Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels (25-hydroxyvitamin D) im Blut von derzeit 25 auf 45 Nanogramm pro Milliliter (45 ng/ml) durch eine in etwa Verdoppelung der Sonnen/UVB-Exposition würde zwar einerseits zu einem Ansteig der Hautkrebserkrankungen und Sterbefälle um einige tausend führen.  Der “Gewinn” aber an geretteten Leben durch die mit Hilfe des “Sonnenschein-Vitamins” drastisch verminderte Sterberate bei vielen Volkskrankheiten von Osteoporose über Diabetes bis hin zu Brust-,  Prostata- und Darmkrebs liege bei geschätzten 400.000 pro Jahr allein in den USA. Ein gewaltiger Unterschied in den positiven und negativen Folgen einer verdoppelten UVB-Nutzung.

In einer detaillierten Hochrechnung auf Basis der Forschungsergebnisse vergangener Jahre zu den Auswirkungen von Vitamin D-Mangel auf das Erkrankungs- und Sterberisiko bei den wichtigsten Krankheiten kommt Grant zu dem Schluss: “Die Empfehlung, das UV-Licht der Sonne oder der künstlichen Besonnung zu meiden ist konterproduktiv.” Die ständig wachsende Zahl der einschlägigen Studien sollte dringend zu einer Umkehr der Gesundheitspolitik und öffentlichen Aufklärung führen: Vernünftige Nutzung statt Vermeidung der UV-Strahlen!

Quelle: PubCrawler

Studien:
Jörg Reichrath, Bernd Nürnberg, Cutaneous vitamin D synthesis versus skin cancer development: The Janus-faces of solar UV-radiationDermato-Endocrinology, Volume 1, Issue 5, September/October 2009

William B. Grant, In defense of the sun – An estimate of changes in mortality rates in the United States if mean serum 25-hydroxyvitamin D
levels were raised to 45 ng/mL by solar ultraviolet-B irradiance
, Dermato-Endocrinology 1:4, 207-214

3 Kommentare zu “Mehr Sonne der Gesundheit zuliebe – Sonnenschein-Vitamin rettet Leben”

  1. facebokam 31.10.2009 um 21:53

    Whatever you say, but I do not agree with your point of view about this issue

  2. Jonnyam 25.01.2010 um 23:21

    Tolles Theme hast du hier auf deinem Blog. Ist dieses Theme frei verfügbar? Falls ja, würd ich mich über einen Link freuen.

  3. [...] ist in etlichen internationalen Studien aus den vergangenen drei Jahren belegt worden (siehe hier, hier, hier, hier und [...]

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