Gefährdet: Menschen mit dunkler Haut in sonnenarmen Ländern

Gefährdet: Menschen mit dunkler Haut in sonnenarmen Ländern

Wenn die Sonnenstrahlen (im Freien oder im Solarium) nicht ausreichen für eine gesunde Vitamin D-Bildung in der Haut, erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches, an einem Nierenleiden zu erkranken. Das trifft in besonderem Maße Menschen mit dunkler Haut, da das hautschützende Melanin (Bräunungspigment) gleichzeitig die Vitamin D-Synthese in der Haut behindert. Von der Natur “gedacht” als Schutz vor tropischer Sonne, reichen dann in den nördlicheren, sonnenarmen Gegenden die UVB-Strahlen der Sonne auf die stark pigmentierte Haut nicht mehr aus.

Forscher aus verschiedenen amerkanischen  Forschungszentren an der Ost- und Westküste haben in einer – jetzt vorab online veröffentlichten – Studie den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel (weniger als 15 ng/ml) und Nierenleiden im Endstadium vor allem bei Afro-Amerikanern untersucht. Sie nutzten dabei die Daten von über 23.000 Teilnehmern des Third National Health and Nutrition Examination Survey aus den Jahren 1988-94.

34 Prozent der Afro-Amerikaner aber nur 5 Prozent der Weißen lagen unterhalb der Grenze von 15 ng/mL, litten also unter einem akuten Vitamin D-Mangel.

Neun Jahre später hatte 65 der Teilnehmer ein Nierenleiden im Endstadium entwickelt.  Dabei stellte sich heraus, dass das Risiko einer solchen Erkrankung für Menschen mit Vitamin D-Mangel (nach dieser Definition) um das 2,6fache höher lag, als bei den besser mit dem Sonnenschein-Vitamin versorgten Teilnehmern. Auch wenn alle erdenklichen anderen Einflussfaktoren ausgeschlossen wurden, blieb es bei einer erstaunlich deutlichen Verbindung von Nierenleiden und Vitamin D-Mangel.  Das Krankheitsrisiko der Afro-Amerikaner lag um das  2,83fache über dem der weißen Amerikaner.

Quelle: HighWire

Studie:  Michal L. Melamed et al.,  25-Hydroxyvitamin D Levels, Race, and the Progression of Kidney DiseaseJournal of the American Society of Nephrology, vorab online publiziert 19. November , 2009

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