Herzlichst, Ihr "Sonnenschein-Vitamin"

Herzlichst, Ihr "Sonnenschein-Vitamin"

Sonne hält das Herz jung, das Sonnenschein-Vitamin beugt vor gegen Herzinfarkt und Schlaganfall.

So lässt sich schlagwortartig zusammenfassen, was Forscher am Herzinstitut des Intermountain Medical Center in Salt Lake City, USA,  in einer mehrjährigen Studie mit 27,686 zu Beginn gesunden Patienten im Alter von 50 Jahren und darüber herausgefunden haben.

Bei den Teilnehmern wurde am Anfang der Vitamin D-Spiegel, 25 (OH)D, gemessen und drei Gruppen gebildet: Teilnehmer mit

  • weniger als 15 ng/mL (sehr niedrig)
  • 15-30 ng/mL (niedrig)
  • über 30 ng/mL (normal)

Über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren wurde die Entwicklung von Herzkrankheiten in diesen Gruppen beobachtet.
Im Vergleich zur Gruppe mit den normalen Vitamin D-Werten  erlitten in der Gruppe mit den niedrigsten Werten doppelt so viele Patienten ein Herzversagen. 77 Prozent mehr Todesfälle gab es in dieser Gruppe und 78 Prozent mehr Schlaganfälle.

Die Mitarbeiterin der Forschungsgruppe, Dr. Heidi May fasst zusammen: “Wir fanden heraus, dass bei Patienten jenseits der 50 Jahre schon ein geringes Vitamin D-Defizit einherging mit Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzversagen, Schlaganfall und Tod.”

Wenn man bedenkt, wie einfach ein solcher Vitamin D-Mangel zu beseitigen ist (durch natürliche und künstliche Sonne sowie Supplementierung, d. Red.), dann hat die Tatsache, dass die Vitamin D-Versorgung das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung so deutlich senkt, eine ungeheure Bedeutung für die öffentliche Gesundheit – zumal diese Krankheit die  häufigste  Todesursache überhaupt in den USA ist.”

Unsere Ergebnisse zur Prävention und Therapie von Herzkrankheiten werden uns langfristig helfen, Leben zu retten“,  so der Leiter der Studie, Prof. Dr. Brent Muhlestein. Die Ergebnisse sollten nun in einer klinischen Interventionsstudie überprüft werden.

Ein Kuriosum am Rande: Da der US-Bundesstaat Utah überwiegend von Mormonen besiedelt ist, denen das Rauchen und der Alkohol verboten sind, konnten diese wichtigen “Störfaktoren” die Untersuchungsergebnisse nicht beeinflussen, eine große Erleichterung für die Forscher.

Die Studie wurde beim wissenschafltichen Kongress der American Heart Association vorgestellt.

Über frühere Studien mit ähnlichen Ergenissen hatten wir in der Vergangenheit hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: EurekAlert/New York Times (20.11.09)

Ein Kommentar zu “Ein neuer Vers des alten Gedichts: “Hab Sonne im Herzen””

  1. [...] Einmal mehr: Hab Sonne im Herzen! [...]

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben