Das Janus-Gesicht der UV-Strahlen -  heilsam bei moderatem, kontrollierten “Gebrauch”,  schädlich bei Übertreibungen – bestätigt sich jetzt auch an einer Stelle, wo bisher nur die “böse” Sonne gesehen wurde: Beim “weissen” Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom), die mehr als 80 Prozent aller Hautkrebsfälle ausmachen und in der Regel sehr gut heilbar sind.

Übermäßige UV-Bestrahlung (durch Sonne oder Solarium) ist eine wissenschaftlich relativ gut belegte Ursache für das Spinaliom und begrenzt auch für das am häufigsten auftretende Basaliom – im Gegensatz zum weit gefährlicheren “schwarzen” Hautkrebs (Melanom).

Jetzt allerdings weist eine Studie von der renommierten Stanford University eine schützende Wirkung des Sonnenschein-Vitamins D3, das in unseren Breiten zu 80-90 Prozent durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium über die Haut gebildet wird,  gegen den “weissen” Hautkrebs nach.

Mit den Daten der für die ältere männliche Bevölkerung der USA repräsentativen Studie Osteoporotic Fractures in Men (MrOS) gingen die Forscher der Frage nach, ob die bekannte Bedeutung des Vitamin D für die Regulierung der Zellteilung und die Beseitigung geschädigter Zellen auch beim “weissen” Hautkrebs seine schützende Wirkung über eine längere Zeit entfalte.

Das Ergebnis:  Die Teilnehmer mit einem optimalen Vitamin D-Spiegel  (25(OH)D >30 ng/mL) hatten ein um fast die Hälte reduziertes Risiko, an einem der “weissen” Hautkrebsarten zu erkranken, im Vergleich zu den Männern mit ausgeprägtem Vitamin D-Mangel.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Jean Y Tang et al.,  Inverse association between serum 25(OH) vitamin D levels and non-melanoma skin cancer in elderly menCancer Causes Control, November 18, 2009 (online vorab)

Ein Kommentar zu “Schützt Sonnenschein-Vitamin auch gegen den “weissen” Hautkrebs?”

  1. [...] auf, bzw. gegen verschiedene Krebsarten haben wir schon mehrfach berichtet – u.a. hier, hier, hier und unter diesem [...]

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