Sonne ist (neues) Leben Foto: fotolia

Sonne ist (neues) Leben - Foto: Schleich Fotolia

Babies von Frauen mit einer Schwangerschaft überwiegend in den sonnenärmeren Monaten leiden sehr viel häufiger an Multipler Sklerose – und bei Schwangeren mit einem besonders niedrigen Vitamin D-Spiegel treten vor und bei der Geburt doppelt so häufig Komplikationen auf wie bei Schwangeren mit optimaler Vitamin D-Versorgung.

Diese Aufsehen erregenden Meldungen über zwei aktuelle Studien bestätigen frühere Berichte über einen Zusammenhang von Sonne, Besonnung und Vitamin D mit dem Geburtsvorgang und der Gesundheit der Babies (in diesem Blog z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

In Schweden hatte eine Forschergruppe Neugeborene mit Multipler Sklerose (MS) nach ihren Geburtsmonaten eingeteilt. Sie fanden heraus, dass Kinder, die z.B. im Juni geboren worden waren,  um 11 Prozent häufiger an MS litten als der Durchschnitt der schwedischen Kinder, während der Anteil bei den im Dezember geborenen deutlich unter dem Durchschnitt lag.

Auch in Schottland

Fast gleichzeitig und mit dem gleichen Ergebnis erscheint jetzt eine große (1.309 Teilnehmerinnen) schottische Studie in der Fachzeitschrift “European Neurology“. auch hier zeigte sich das erheblich höhere MS-Risiko bei Kindern die im April geboren wurden (22 Prozent über dem Durchschnitt)  im Vergleichich zu den November-Kindern (16 Prozent unter dem Durchschnitt).

Komplikationen

In einer nach sehr viel „strengeren“ Methoden erstellten Studie der bekannten internationalen Vitamin D-Forscher Professors Bruce Hollis und Carol Wagner wurden mehr als 500 Frauen während der Schwangerschaft mit unterschiedlichen Dosen an Vitamin D (400, 2.000, 4.000 IE täglich) behandelt.
In der Gruppe mit der niedrigsten täglichen Dosis war die Zahl der Komplikationen, wie Frühgeburt oder Infektionen, doppelt so hoch wie bei der Gruppe mit den 4.000 IE.

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitamin D besonders hoch, da das entstehende Baby noch nicht in der Lage ist, sein benötigtes Vitamin D im eigenen Körper selbst zu „erzeugen“.

Immunreaktion bei Neugeborenen

Eine japanische Studie kommt zur gleichen Zeit bei der Untersuchung von Neugeborenen und der Bildung des immunregulierenden Peptids Cathelicidin zu der Einschätzung, dass Vitamin D3 von erheblicher Bedeutung sei für die Abwehrkraft der Neugeborenen gegen Infektionen.

Studien:
J. Salzer et al., Season of birth and multiple sclerosis in Sweden, Acta Neurologica Scandinavica, Nov. 2009

Hannah K. Bayes et al., Timing of Birth and Risk of Multiple Sclerosis in the Scottish Population, Eur Neurol 2010;63:36-40

Bruce Hollis,  Carol Wagner,  Studie vorgestellt beim Vitamin D Workshop,  Brügge, Oktober 2009

Y. Misawa et al.,  Vitamin D(3) induces expression of human cathelicidin antimicrobial peptide 18 in newbornsInt J Hematology,  28. Nov 2009 (online vorab veröffentlicht).

3 Kommentare zu “Vitamin D-Winter: Problem für Schwangere und Babies”

  1. [...] ähnliche Ergebnisse weiterer Studien zu Vitamin D, Schwangerschaft und Geburt haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und [...]

  2. [...] bereits Studien in der Ländern der nördlichen Hemisphäre diese vermutung bestättigt hatten (hier und hier), kommt jetzt auch eine australische Studie zu diesem [...]

  3. [...] haben erhebliche gesundheitliche und Entwicklungs-Vorteile. Über einige dieser Studien haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, [...]

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