Eine der wichtigsten und erst allmählich wissenschaftlich erforschten Funktionen des Vitamin D ist die Immunssteuerung im menschlichen Körper. Nachgewiesen ist das längst für Krankheiten wie Tuberkulose, Wundheilung oder Grippe. Die Vermutung lag nahe, dass die antibakterielle und antivirale Wirkung des Sonnenschein-Vitamins auch bei der Bekämpfung von HIV hilfreich sein könnte.

Eine Studie an der Harvard Universität in Boston, USA, fand jetzt erste Belege für die Richtigkeit dieser Vermutung.  Die Forscher verfolgten den Krankheitsverlauf von 884 HIV-infizierten, schwangeren Frauen in Tansania über einen Zeitraum von knapp sechs Jahren. Die Vitamin D-Werte der Frauen wurden ermittelt.

Es zeigte sich, dass die Frauen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut (25-hydroxyvitamin D geringer als 32 ng/ml) bedeutend früher ein fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung erreichten als die Frauen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Das Risiko einer Anämie war bei Vitamin D-Mangel um 46 Prozent, die Sterblichkeitsrate um 42 Prozent höher im Vergleich mit dem am besten versorgten Fünftel der Probanden.

Quelle: PubMed

Studie:  S. Mehta, E. Giovannucci et al., Vitamin D status of HIV-infected women and its association with HIV disease progression, anemia, and mortality, PLoS One 2010 Jan 19;5(1):e8770 (PDF kostenfrei)

Ein Kommentar zu “Sonnenschein-Vitamin unterstützt AIDS-Therapie”

  1. [...] UVB-Strahlen, Vitamin D3 und Influenza haben wir verschiedentlich berichtet:  hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und [...]

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