Spermien_fotoliaNoch einmal zu Sonne, Vitamin D und Männlichkeit:

Das Sonnenschein-Vitamin D scheint für die männliche Zeugungskraft eine noch höhere Bedeutung zu haben als ohnehin schon vermutet.  Die Häufung von Vitamin D-Rezeptoren (die “Türhüter” der Zellen für den Zugang des aktiven Vitamin D in die Zellkerne) in Hoden, Samenleiter und in den reifen Samenzellen legen diesen Schluss nahe.

Dänische Forscher hatten sich dieser Frage auf neuen Wegen genähert. Sie untersuchten die Funktionen verschiedener Vitamin D-Rezeptoren in den männlichen Geschlechtsorganen und der Enzyme, die für die “Zubereitung” des Vitamin D und dessen Wirksamkeit zuständig sind.

Sie fanden bei den Versuchsteilnehmern bestätigt, was bereits aus Tierversuchen bekannt war: Ein Vitamin D-Mangel führt zu geringerer Spermienbildung und Fruchtbarkeit bei den betroffenen Männern.

Erst kürzlich hatten Studien den Zusammenhang zwischen dem Sonnenschein-Vitamin und der Bildung von männlichen Hormonen belegt.

Die Autoren dieser Studie machten dabei in ersten Untersuchungen auch mit Frauen eine scheinbar paradoxe Entdeckung:
Bei Frauen scheint Vitamin D die Testosteronwerte zu senken!

Eine Gruppe von Frauen mit krankheitsbedingter Überproduktion des männlichen Hormons wurden erfolgreich mit Vitamin D behandelt. Die abschliessenden Ergebnisse der Studie liegen allerdings noch nicht vor. Ein Punkt mehr allerdings bereits jetzt für die “heilende Sonne” , ihr Sonnenschein-Vitamin und die natürliche Steuerung ihrer Wirkungen jeweils dorthin, wo sie gebraucht werden.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Martin Blomberg Jensen et al.,  Vitamin D receptor and vitamin D metabolizing enzymes are expressed in the human male reproductive tractHuman Reproduction,  online vorab publiziert 18. Februar 1020.

Ein Kommentar zu “Männer die Zweite – Die Sonne vergisst aber auch die Frauen nicht”

  1. [...] kürzlich hatten wir über drei Studien zu ähnlichen Themen hier und hier berichtet [...]

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