Mit der Sonne länger leben

Mit der Sonne länger leben

Dass ein “sonnigeres” Leben und eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit dem “Sonnenschein-Vitamin D” das Leben der Menschen verlängern würde,  ist in etlichen internationalen Studien aus den vergangenen drei Jahren belegt worden (siehe hier, hier, hier, hier und hier).

Eine Schätzung für Deutschland aufgrund vorhandener Daten präsentierte kürzlich eine Gruppe deutscher und internationaler Forscher in der Fachzeitschrift “Dermato-Endocrinology“. Sie verglichen den tatsächlichen, durchschnittlichen Vitamin D-Status der deutschen Bevölkerung von 41 nmol/l nach der deutschen DEVID-Studie  mit den Ergebnissen zweier Studien, die das geringste Sterberisiko bei einem Vitamin D-Wert von 75 nmol/l ermittelt hatten. Ein Wert, den 90 Prozent der Deutschen im Jahresdurchschnitt nicht erreichten.

Auf dieser Basis kalkulierten die Wissenschaftler in einer, wie sie selbst angeben “konservativen” Schätzung, dass eine ausreichende Versorgung der deutschen Bevölkerung mit dem “Sonnenschein-Vitamin D”, die Erhöhung des Vitamin D-Spiegels im Blut auf 75 nmol/l,  mindestens 18.300 Todesfälle pro Jahr verhindern könnte.

Erst vor einigen Monaten hatten amerikanische Wissenschaftler unter Leitung von William B. Grant vorgerechnet, dass allein in Europa die “Unterversorgung” mit dem Sonnenschein-Vitamin die Gesundheitssysteme der Länder mindestens 177 Milliarden Euro jährlich kostete.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Armin Zittermann et al., An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult German population, Dermato-Endocrinology, Jg. 1, Nr. 6

Die Studien von William B. Grant und anderen zu den ökonomischen Folgen des Vitamin D-Mangels in USA, Kanada und Europa:
Grant WB, Cross HS, Garland CF, Gorham ED, Moan J, Peterlik M, et al.,  Estimated benefit of increased vitamin D status in reducing the economic burden of disease in Western Europe. Prog Biophys Mol Biol. 2009;99:104-13.

Grant WB, In defense of the sun: An estimate of changes in mortality rates in the United States if mean serum 25-hydroxyvitamin D levels were raised to 45 ng/mL by solar ultraviolet-B irradiance, Dermato- Endocrinology, 2009;1:207-14.

Grant WB, Schwalfenberg GK, Genuis SJ, Whiting SJ. An estimate of the economic burden and premature deaths due to vitamin D deficiency in Canada, Molec Nutr Food Res. In press.

3 Kommentare zu “18,300 Todesfälle pro Jahr durch Vitamin D-Mangel allein in Deutschland”

  1. [...] der bekanntesten deutschen Vitamin D-Forscher (wir haben über Studien seiner Forschergruppe hier, hier und hier berichtet), Dr. Armin Zittermann vom Herzzentrum Bad Oeynhausen, zu dem Ergebnis, dass [...]

  2. [...] D-Mangels fort. (Über die Studien zu Deutschland, Kanada und den USA hatten wir u.a. hier und hier [...]

  3. [...] schon in früheren ähnlichen Studien (s. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) belegt jetzt eine weitere [...]

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