Mit dem Sonnenschein-Vitamin keine Angst vor der Grippe - Foto:Fotolia

Mit dem Sonnenschein-Vitamin keine Angst vor der Grippe - Foto:Fotolia

Regelmäßige Leser dieses Weblogs haben vermutlich die Grippe-Saison wesentlich besser überstanden als Nichtleser. Das ist nicht das Ergebnis einer abgesicherten Studie sondern der  Vermutung, dass die Meldungen über das Sonnenschein-Vitamin und Influenza/Grippe hier, und hier ihre Wirkung entfaltet haben.

Die japanischen Schulkinder, die in Tokio an einer repräsentativen, randomisierten Studie zur Wirkung von Vitamin D auf die Entstehung der Influenza A teilgenommen haben,  gehören sicher nicht zu unseren Lesern. Die Ergebnisse der Studie aber sind dafür umso eindeutiger:

Zwischen Dezember 2008 und März 2009 nahmen 334 japanische Schulkinder an der placebokontrollierten Doppelblindstudie teil. Täglich nahmen sie entweder 1200 IU Vitamin D3 oder Placebo ein.  Untersucht wurden Spuren der Influenza A in Antigen-Tests und in den Nasenschleimhäuten.

In der Vitamin D Gruppe erkrankten 10.8% der Kinder,  in der Placebogruppe dagegen 18.6%, also fast doppelt so viele.

Noch ausgeprägter die Wirkung bei Kindern mit Asthma. Nur 2 der Kinder in der Vitamin D-Gruppe hatten Asthma-Anfälle – gegenüber 12 Kindern in der Placebo-Gruppe.

Quelle:  Newswise

Studie:  M. Urashima et al, Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren, Am J Clin Nutr, Vol. 91, No. 5, 1255-1260, Mai 2010.

6 Kommentare zu “Vitamin D verhindert Grippe bei Schulkindern”

  1. Leseram 30.04.2010 um 15:50

    Zitat:
    Regelmäßige Leser dieses Weblogs haben vermutlich die Grippe-Saison wesentlich besser überstanden als Nichtleser.
    Zitat Ende

    Nicht mal die Schweinegrippe hatten wir gehabt, sofern es eine Schweinegrippe überhaupt gab.

    In diesem Sinne möchte ich einmal auf eine Seite verweisen die der Sache auch auf den Grund gehen, und den möchte gerne Jurnalisten den Weg zeigen. kopp-verlag.de

  2. Richard Friedelam 23.09.2010 um 08:46

    Zu viel Asthma?
    Mit den modernen Medikamenten fällt die Tendenz zu mehr Asthma so auf, dass man fragt, ob die Medikamente selbst Schuld sind und ob nicht etwa ein Asthmasprayeffekt eine Rolle spielt. Die Fachwelt selbst findet keine Erklärung wie Umweltbelastung für die Zunahme der Erkrankungen. Solche Überlegungen sind aber nicht direkt für Asthmatiker mit hohen Pharmakonsum und eher für die wissenschaftlich und gesundheitspolitisch Zeitgenossen wichtig.

    Die von der Fachwelt propagierte Unausweichlichkeit der chemischen Mittel, die nur die Symptome durch Erweiterung der Bronchien oder durch deren Beruhigung mit entzündungshemmenden Präparaten bekämpfen, ist physiologisch gesehen unhaltbar. Die Argumente der Fachärzte und Pharmaleute sind unwissenschaftlich.

    Siehe hier das Bild bei
    http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/Wechselwirkung.pdf , das die druckmäßige Wechselwirkung im Brustkorb und im Bauch bei der Atmung darstellt. Bei der Einatmung steigt der Druck im Bauch als natürliche Gesetzmäßigkeit. Verstößt man gegen die Gesetzmäßigkeit durch Entspannen der Bauchmuskeln, so wird die Atmung seichter und eher asthmaartig. Weil Japaner mit Tandenatmen und Chinesen mit Qigong diese Art der Atmung mit großem praktischem Erfolg praktizieren, soll man sich mit dieser Atmung nicht wie manchmal der Fall im Hinblick auf eine maximale Plausibilität für den Durchnittsleser mit europäischen Augen sehen. Man muss die tatsächliche Funktion vermitteln, die für den Europäer fremd ist.

    Diese Funktion als Leitprinzip liegt unter anderem in der spürbaren Förderung und Erleichterung der Einatmung durch Bauchdruck, bei dem man die „Atemluft in den Bauch hinein presst“

    Für Beispiele der Beschreibungen, wo diese fernöstliche Version der Bauchatmung unverfälscht erscheint, siehe http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf und
    http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/T3.pdf Diese Texte sind wohl als „Asiatica“ und nicht als „Esoterik (ohne Wissenschaft) einzureihen. Selbstverständlich erfordert die Praxis eine andere Grundeinstellung als die des Asthmatikers mit hohem Medikamentenkonsum und gar keiner Neigung zur Fitness. Richard Friedel

  3. Richard Friedelam 04.12.2010 um 17:26

    Bei weiteren Diskussionen zum Thema “Zu viel Asthma?” wurde der Unterschied zwischen fernöstlichen und europäischen Atemtechniken angezweifelt. Schließlich sind ja Merkmale wie Unterbauchdruck bei der Einatmung auch in Europa in Lehrbüchern beschrieben.

    Ein wichtiger Unterschied liegt darin, dass nach dem „Großem Buch von richtigem Atmen“ von T. Nakamura http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf und anderen Quellen der Unterbauchdruck physikalisch-therapeutisch trainiert wird, d. h. mit Bewusstmachung und Einüben eines Bewegungsablaufes.

    Bei europäischen Büchern über Atemübungen hingegen wird nicht gesagt, dass es auf eine Steigerung des Druckes im Unterbauch mit Bauchmuskelkraft zwecks Verbesserung der „(Ein)atmung ankommt. Der Teufel steckt also im Detail.

  4. [...] von Sonne, UVB-Strahlen, Vitamin D3 und Influenza haben wir verschiedentlich berichtet:  hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und [...]

  5. [...] D-Winters” ist wissenschaftlich gut belegt (in diesem Blog hier, hier , hier, hier, hier und hier). Schon vor mehr als einem Jahr hatten kanadische und US-Wissenschaftler und [...]

  6. [...] Infektionen aller Art, vor allem aber der Grippe, schlüssig nachgewiesen werden (s. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und [...]

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