SunblockerWenn Sonnenmilch in die Haut einzieht, gelangen chemische Stoffe in die unteren Hautschichten und erzeugen einen zerstörerischen Überschuss an “Freien Radikalen” und erhöhen damit die Hautkrebsgefahr. Als Schutz gedacht gegen Hautschäden und Hautkrebs werden die Sonnenschutzmittel selbst zum Auslöser.

Über Jahrzehnte hat die Kosmetikindustrie profitiert von der künstlich erzeugten Sonnenangst. Kam der Sommer, brachen sämtliche Medien unisono in Warnungen vor der “bösen” Sonne aus.

Die Botschaft: Abwehr der Sonnenstrahlen mit allen Mitteln bei Strafe massenhafter Krebserkrankungen.

Das Ergebnis: Ein epidemischer Mangel an einem der wichtigsten Mikro-Nahrungsmitteln, dem Vitamin D, “Sonnenschein-Vitamin” genannt, weil es durch die UVB-Strahlen der Sonne über die Haut erzeugt wird, und -  ständig steigende Hautkrebszahlen, auch und sogar verstärkt bei den Menschen, die sich regelmäßig durch Sonnenschutzmittel vor den Strahlen der Sonne schützen und das Solarium meiden.

Forscher an der University of California, Riverside, haben jetzt einen der Gründe für diese überraschende Entwicklung entdeckt:
Die auch in Deutschland für Sonnenmilch zugelassenen UV-Filter Octylmethoxycinnamat, Benzophenon-3 und Octocrylen dringen schnell in tiefere Hautschichten ein. Nicht nur die oberen Hautschichten verlieren bald den Sonnenschutz. Wichtiger noch: Die UV-Filter produzieren in den tieferen Hautschichten hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die sogenannten Freien Radikalen. In anderen Worten, statt vor Hautalterung und Hautkrebs zu schützen, produzieren sie genau den oxydativen Stress, der zu Hautalterung und Hautkrebs führen kann.

Je länger die Sonnenmilch auf der Haut verbleibt und in die Haut eindringen kann, desto desto stärker steigert sich dieser negative Effekt. Schon nach einer Stunde am Strand mit Sonnenmilch, die die genannten Chemikalien enthält, sind die Schäden für die Haut größer als wenn die Haut ungeschützt den Sonnenstrahlen ausgesetzt wäre.

Ahnungslose Sonnenbader, die dem Schutz der Sonnenmilch und den angegebenen Lichtschutz-Faktoren vertrauen, verlieren also gleich an zwei Fronten:  Sie verlieren den Gesundheitsschutz des “Sonnenschein-Vitamins” und geraten gleichzeitig
unbemerkt über die Grenze zwischen der “guten”, vitalisierenden und gesunden Sonne und der Haut- und DNA-schädigenden “bösen” Sonne.

Die Lösung dieses Dilemmas ist einfach: Mäßiger Genuss der Sonnenstrahlen – gerade auch in der Mittagszeit – weit unterhalb der Sonnenbrandschwelle, dann eincremen mit Sonnenschutzmitteln möglichst ohne solche Chemikalien und Nanopartikel, die tief in die Haut einziehen – und schließlich: ab in den Schatten! Gesunde Haut, sanfte Bräune und Schutz vor vielen chronischen Krankheiten sind Belohnung solch vernünftigen Verhaltens.

K.M. Hanson et al., Sunscreen enhancement of UV-induced reactive oxygen species in the skin, Free Radic Biol Med.;41(8):1205-12

2 Kommentare zu “Sonne und Sonnenschutz: Die Lösung ist das Problem”

  1. [...] via Sonne-ist-Leben » Blog Archive » Sonne und Sonnenschutz: Die Lösung ist das Problem. [...]

  2. [...] einige dieser Studien haben wir hier, hier, hier und hier [...]

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