Beim Pilz wird das "Sonnenschein-" zum "Blitz-Vitamin"

Der Pilz braucht nur einen Blitz, wo der Mensch ein ganzes Sonnenbad benötigt: Die tägliche Vitamin D-Dosis wird in modernen Produktionsstätten dem Champignon durch UV-Blitze von zwei Millisekunden aus einer Xenonlampe zugeführt. Je höher der Vitamin D-Gehalt sein soll, desto mehr Blitze sind notwendig. Eine Art Turbo-Pilz-Solarium.

Theoretisch könnte der Mensch damit seinen Vitamin D-Bedarf aus Champignons bestreiten. Tatsächlich sind die Pilze die einzigen Pflanzen, die einen nennenswerten Beitrag zum Vitamin D-Haushalt des Menschen leisten können.

Die Champignon-Farmer hatten mit der zunehmenden “Popularität” des Sonnenschein-Vitamins in der UV-Bestrahlung der Pilze ein überzeugendes Marketing-Instrument entdeckt. Es reicht aus, die Pilze nach der Ernte in der Sortieranlage zu bestrahlen, um ihren Vitamin D-Gehalt zu erhöhen. Allerdings handelt es sich hier umd das weniger wirkungsvolle Vitamin D2.

Aber erst die großen Frucht-Konzerne entwickelten die blitz-schnelle Methode der Anreicherung ihrer Produkte.

Pflanzenpathologe Gary Schroeder, “Pilzdirektor” eines dieser Konzerne, dazu: “Das ist so, als würde man die Pilze länger in die Sonne halten.” Wie lange, verrät er nicht. Vermutlich reicht dem Champignon, wie dem Menschen, eine 10-15minütige Ganzkörperbesonnung im Sommer zur Mittagszeit (unterschiedliche Hauttypen scheint es bei den Pilzen nicht zu geben), um sich die optimale Dosis einzuverleiben. Mit Blitz geht`s schneller – aber nur beim Champignon!

Quelle: fruchtportal.de

2 Kommentare zu “Von den Pilzen lernen?”

  1. [...] ähnliche Experimente mit der UV-Bestrahlung von Pilzen hatten wir bereits vor einiger Zeit [...]

  2. [...] über ähnliche Versuche mit der UV-Bestrahlung von Pilzen und anderen Lebensmitteln hier, hier und hier [...]

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