Ein Mangel an Sonnenschein-Vitamin D erhöht das allgemeine Risiko, an einer Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben um etwa 50 Prozent.  Bei Herzerkrankungen allein verdoppelt sich das Risiko beinahe (89 Prozent).

Forscher der Universität von Upsala, Schweden, nutzten für ihre Analyse die Daten von knapp 1.200 älteren Männer aus der Uppsala Longitudinal Study of Adult Men und verglichen die Krankheitsverläufe, Krankheitsdauer und die Todesursachen der Männer mit einem optimalen Vitamin D-Spiegel mit denen der 10 Prozent Männer mit den niedrigsten Werten über einen Zeitraum von fast 13 Jahren.

Bei den Teilnehmern, die in diesem Zeitraum an einem Herz-Kreislauf-Leiden starben, war das Risiko kontinuierlich mit sinkenden Vitamin D- Werten gestiegen. Anders bei den Krebskranken: Hier hatten nicht nur die Männer mit dem niedrigsten Vitamin D-Werten ein erheblich höheres Sterberisiko sondern erstaunlicherweise auch die Männer mit den höchsten Werten. Allerdings war hier das Risiko nicht annähernd so hoch wie bei der Gruppe mit akutem Vitamin D-Defizit.

Über diese U-förmige Kurve bei den Krebserkrankungen konnten die Autoren nur spekulieren. Dieses Phänomen war auch früher schon in einigen Studien aufgetaucht und hatte zu hitzigen Kontroversen geführt.

Sonnenschein-Vitamin schützt Diabetiker vor tödlichen Erkrankungen

Vitamin D schützt Diabetes-Kranke vor tödlichen Gefahren: Plötzlichem Herztod und Herzversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Infektionen.

Eine Gruppe deutsch-österreichischer Forscher analysierte Daten von 1.108 Dialyse-Patienten aus der Deutschen Dialyse und Diabetes Studie über einen Zeitraum von vier Jahren auf den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung und tödliche Folgeerkrankungen.

Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer mit einem akuten Vitamin D-Defizit (≤ 25 nmol/L) ein um das Dreifache erhöhtes Risiko eines plötzlichen Herztodes aufwiesen im Vergleich zu den Patienten mit normalem Vitamin D-Werten (>75 nmol/L ), und eine fast Verdopplung des Sterbe-Risikos aufgrund anderer Ursachen.

Quelle: PubMed

Studien:
Karl Michaëlsson et al., Plasma vitamin D and mortality in older men: a community-based prospective cohort study, American Journal of Clinical Nutrition 2010 (vorab online veröffentlicht am 18. August 2010)

C. Drechsler,  S. Pilz, B. Obermayer-Pietsch et al., Vitamin D deficiency is associated with sudden cardiac death, combined cardiovascular events, and mortality in haemodialysis patients, European Heart Journal 2010, vorab publiziert 5. August 2010

Ein Kommentar zu “Der Faktor D: Wer sonnt lebt länger”

  1. [...] schon in früheren ähnlichen Studien (s. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) belegt [...]

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