Mann und Frau in der Sonne - Kornfeld

Gleiche Sonne - ungleiche Wirkung Foto:Fotolia

Männer tun sich schwerer mit positiven Gesundheitswirkungen der Sonne als Frauen.

Genauer gesagt: Die Wirkungen des Sonnenschein-Vitamins D auf das Immunsystem und auf den Schutz vor Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose sind bei Frauen deutlich stärker aufgeprägt als bei Männern.

Argentinische Wissenschaftler konnten jetzt nachweisen, dass überschiessende Immunreaktionen der T-Zellen bei Frauen durch Vitamin D stärker gebremst werden. Gleichzeitig wiesen Frauen weniger Enzyme auf, die eine Aktivierung des “aktiven” Vitamin D 3 (1,25 hydroxyvitamin D3) verhindern oder bremsen können. Auf der anderen Seite verfügten sie über mehr von den  Proteinen, die als “Transportmittel” für das Vitamin D im Körper zuständig sind.

Dieser Unterschied in der “Verarbeitung” des Sonnenschein-Vitamins zwischen Frauen und  Männern führte in der Untersuchung der argentinischen Forscher dazu, dass sich das aktive Vitamin D in den weiblichen Zellen besser einlagern konnte und dadurch einen deutliche stärkeren anti-entzündlichen Effekt erzielten.

Bei diesen Prozessen spielte das weibliche Hormon, Östrogen, eine entscheidende Rolle.

Die Forscher folgern daraus, dass die schützende Kraft des Sonnenschein-Vitamins vor allem bei Infektionen und bei Überreaktionen des Immunsystems ihre Wirkung bei Frauen stärker entfalten kann als bei den Männern.

Quelle: PubMed

Studie:  Jorge Correale et al., Gender Differences in 1,25 Dihydroxyvitamin D3 Immunomodulatory Effects in Multiple Sclerosis Patients and Healthy Subjects, The Journal of Immunology, 2010, 185, 4948 -4958

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