Vitamin d-spiegel und Gene

Den Unterschied macht allein die Sonne - Foto: iStockphoto

Eine Zwillingsstudie bringt es an den Tag: Nicht nur der Spaziergang in der Sonne oder der Besuch im Sonnenstudio bestimmen über die Höhe des Vitamin D-Spiegels und damit über die Vorbeugung vor chronischen Krankheiten, sondern auch die Gene: Ist der Vitamin D-Spiegel also “erblich”?

Die Antwort: Teilweise!  Das zeigt eine Studie mit 300 eineiigen und 200 zweieiigen Zwillingen aus einer Zwilliingsstudie der US-Armee im Alter von durchschnittlich 55 Jahren, deren Vitamin-Serum im Blut sowohl am Ende des Sommers als auch am Ende des Winters gemessen wurde. Der Unterschied zwischen Winter- und Sommer-Werten war erheblich.

Im Winter konnte der Unterschied zwischen den Vitamin D-Werten der Teilnehmer tatsächlich zu 70  Prozent durch die genetischen Unterschiede erklärt werden – genetisch identische Zwillinge hatten zu 70 Prozent die gleichen Vitamin D-Spiegl im Blut, unabhängig von anderen Einflussfaktoren wie Ernährung, Sonneneinstrahlung etc.

Anders im Sommer: Hier spielten die UV-Strahlen der Sonne und andere Umweltfaktoren eine ausschlaggebende, die Gene eine untergeordnete oder gar keine Rolle.  Der wichtigste Grund ist vermutlich der “Vitamin D-Winter”, der auch in großen Teilen der USA in den Monaten rund um die Jahreswende keine Vitamin D-Synthese durch die UVB-Strahlen der Sonne in der Haut zulässt. Wenn der wichtigste “Produzent” des “Sonnenschein-Vitamins” ausfällt, übernehmen andere Faktoren die “Regie” – wie eben die genetische Ausstattung.

Quelle: Science Daily

Studie:  C. Karohl et al.,  Heritability and seasonal variability of vitamin D concentrations in male twins, American Journal of Clinical Nutrition, online vorab veröffentlich, 13. Oktober 2010

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