Finnland-Sonne

Die Sonne macht sich rar in Finnland Foto: iStockphoto

In Finnland leben Menschen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung deutlich länger als Menschen mit einem Vitamin D-Defizit.  Besonders ausgeprägt der Unterschied bei Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch bei allen anderen Todesursachen ergab sich in der Studie der Universität von Ost-Finnland eine Verdoppelung des Sterberisikos im Untersuchungszeitraum (mehr als neun Jahre) zwischen dem Drittel der Probanden mit den höchsten Vitamin D-Werten und der Gruppe mit dem niedrigsten Serum-Spiegel.

In der Studie waren bei knapp 1.200 gesunden finnischen Männern und Frauen im Alter über 55 Jahren in den Jahren 1998-2001 die Vitamin D-Werte (25(OH)D) bestimmt worden. Im Durchschnitt lagen die Werte bei 43 nmol/l, also relativ niedrig. Wie in einem sonnenarmen Land wie Finnland zu erwarten erwies sich der Unterschied im Vitamin D-Spiegel zwischen den Sommer- und Wintermonaten als besonders ausgeprägt.

Die Unterschiede in den Vitamin D-Werten zwischen den einzelnen Teilnehmern konnten vor allem auf den Aufenthalt im Freien und an der Sonne einerseits und dem Fischkonsum andererseits zurückgeführt werden.

Ende 2008 waren 87 Teilnehmer verstorben – davon mehr als doppelt so viele Probanden mit einem Vitamin D-Mangel als ausreichend versorgte Teilnehmer. Dieses Verhältnis veränderte sich nicht, wenn mögliche andere Einflussfaktoren berücksichtigt wurden.

Quelle: HighWire

Studie:  J.K. Virtanen et al.,  Association of serum 25-hydroxyvitamin D with the risk of death in a general older population in FinlandEuropean Journal of Nutrition, vorab online veröffentlicht, 26. Oktober 2010

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