Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen in den Industrie-Ländern. Mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung könnte ein erheblicher Teil diese Schlaganfälle und der Todesfälle verhindert werden.

Wissenschaftler von der renommierten Johns Hopkins Universität in Baltimore stellten in diesen Tagen die Ergenisse eine Langzeitstudie beim Kongress der American Heart Association’s (AHA) in Chicago vor.

Knapp  8,000 gesunde Männer und Frauen waren zu Beginn der Studie Anfang der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts und danach in regelmäßigen Abständen über 15 Jahre unter anderem auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut und andere Risikofaktoren für Herz- und Gefässerkrankungen untersucht worden.

Einen schweren Vitamin D-Mangel (>15 ng/ml) wiesen knapp sieben Prozent der Weissen aber über 32 Prozent der schwarzen Teilnehmer auf. Insgesamt hatten die Probanden mit einem Vitamin D-Defizit ein um ca. 80 Prozent erhöhtes Schlaganfall-Risiko.

Zur Verblüffung der Forscher aber stellte sich heraus,  dass das Risiko der weissen Teilnehmer wesentlich höher lag als dieser Durchschnitt, nämlich bei 115%, also mehr als das Doppelte,während die schwarzen Teilnehmer überhaupt kein zusätzliches Riskio durch das Vitamin D-Defizit zu haben schienen, obwohl Schwarze in den USA deutlich häufiger einen Schlaganfall erleiden als Weisse und aufgrund der Hautpigmentierung einen sehr viel niedrigeren Vitamin d-Spiegel aufweisen. Eine wirkliche Erklärung für dieses Phänomen konnten die Forscher zunächst nicht geben.

Es könnte sein, dass die Entwicklung über viele Generationen die Schwarzen in den USA in die Lage versetzt haben, mit weniger Vitamin D auszukommen als die Weissen“, spekuliert der Leiter der Forschungsgruppe, Prof. Erin Michos, und verweist auf Erkenntnisse, dass dunkelhäutige Menschen trotz niedrigerer Werte bei dem für die Knochenbildung so wichtigen Vitamin D dennoch ein eher geringeres Risiko von Knochenbrüchen haben.

Die Wissenschaftlerin empfiehlt eine Vitamin D-reiche Diät, insbesondere mit fettem Fisch und Milchprodukten, vor allem aber den täglichen, dosierten Aufenthalt an der Sonne, zumal im Sommer: “Bereits 10 bis 15 Minuten im Sommer zur Mittagszeit genügen für die ausreichende Vitamin D-Bildung“.

Der Mensch brauche etwa 1.000 – 2.000 Internationale Einheiten (IE) pro Tag, Menschen mit einem Defizit allerdings sehr viel mehr. Die derzeit geltenden Leitlinien der Gesundheitsbehörden bezeichnete sie im Interview als “völlig unzureichend”.

Quelle: American Heart Association/EurekAlert!

Ein Kommentar zu “Wen der Schlag trifft”

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