Yeshiva-Kuvien-Fotolia

Yeshiva (Foto: Kuvien-Fotolia)

Selbst in sonnenreichen Ländern ist eine Vitamin D-Mangel weit verbreitet. Das zeigen Daten aus zahlreichen Studien etwa zum Vitamin D-Spiegel von verschleierten Frauen in arabischen Ländern. Das trifft aber auch auf Männer zu, die sich nach bestimmten religiösen Kleidervorschriften und  Lebensregeln richten – zum Beispiel ultraorthdoxe Juden.

Eine Untersuchung an der Clalit Health Services mit ultraorthodoxen Schülern/Studenten an drei höheren Schulen (Yeshiva) für unterschiedliche Altersstufen in Jerusalem ist dieser Frage nachgegangen.  Während die jüngeren Studenten der Yeshiva-A Institutionen dunkle, traditionelle Kleidung tragen, sich zumeist in Wohnheimen aufhalten und studieren,  halten sich die älteren Studenten der Yeshiva-B sehr viel häufiger im Freien auf. Die Studenten der Yeshiva-C dagegen verbinden ihre Studien mit dem Militärdienst und unterscheiden sich so sowohl in Kleidung als auch im Aufenthalt an der Sonne von den anderen Yeshiva-Studenten.

Die Yeshiva-A und -B Studenten wiesen ein akutes Vitamin D-Defizit auf (geringer als bzw. knapp über 10 ng/ml), während die Yeshiva-C Studenten mit durchschnittlich 21,7 ng/ml zwar noch “unterversorgt” waren, aber nicht unter einem akuten Vitamin D-Mangel litten.  Entsprechend lagen auch die Werte für die Knochendichte bei den ersten beiden Gruppen deutlich unterhalb der normalen Grenzwerte.

Quelle: PubMed

Studie:  A. Tsur ,  M.Metzger , R. Dresner-Pollak, Effect of different dress style on vitamin D level in healthy young Orthodox and ultra-Orthodox students in Israel,  Osteoporosis International, 26. Nov. 2010 (vorab online)

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