Sonne am Wochenende schützt vor Melanom

Wochenende an der Sonne genießen schützt vor Hautkrebs (Foto: fotolia)

Wer seine Wochenenden in der freien Natur und damit an der Sonne verbringt, startet seine Arbeitswoche am Montag entspannter und leistungsfähiger  und er/sie hat gleichzeitig etwas für seine Haut und seine Gesundheit getan.  Die wöchentlichen Sonnenstunden geben nämlich nicht nur der Haut den sanften, attraktiven Braunton, sondern sie schützen auch vor dem “schwarzen” Hautkrebs, dem Melanom.

Das jedenfalls ist das Ergebnis eine Studie mit etwa 1.500 Teilnehmern an der Universität von Leeds, England.

Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass regelmäßiges aber mäßiges Sonnen tatsächlich das Hautkrebs-Risiko senkt!” sagt die Leiterin der Studie, Prof.  Julia Newton-Bishop.  “Dabei reden wir von einer ziemlich beträchtlichen Menge an Sonne, der notwendig ist, um diesen Schutz zu erzeugen -  im Durchschnitt vier bis fünf Stunden pro Tag an den Wochenenden.”

Da Problem seien lediglich die übertriebenen Sonnenbäder. Besonders bei den hellhäutigen, rotharigen und sommersprossigen Engländern mit zu wenig Sonne im Alltag und dann plötzlich mit langen Strandaufenthalten in den Ferien und dem üblichen Sonnenbrand auf der empfindlichen Haut.  Diese Gruppe habe ein um mehr als 50 Prozent erhöhtes Melanom-Risiko.

Dagegen erwies sich das regelmäßig Sonnen über längere Zeiten am Wochenende als guter Schutz gegen das Melanom. Das Risiko der regelmäßig in den Sommermonaten Sonnenden gegenüber denen, die sich seltener und kürzer an der Sonnen aufhielten, sank um ein volles Drittel. Im Herbst und Winter lässt sich der “Wochenendeffekt” nur durch die Nutzung einer Sonnenbank simulieren. Bei gleicher Menge, Regelmäßigkeit und Dauer der Strahlen würde auch hier das Krebsrisiko sinken.

Da die Teilnehmer mit der höchsten Sonnen-Exposition auch die höchsten Vitamin D-Werte im Blut aufwiesen, liegt , so Prof. Newton-Bishop, die Vermutung nahe, dass das “Sonnenschein-Vitamin” durch seinen Einfluss auf die Zellteilung diesen Effekt weitgehend erklären könnte.

Quelle: ShineOnScotland.org.uk

Studie: Julia Newton-Bishop et al.,  Relationship between sun exposure and melanoma risk for tumours in different body sites in a large case-control study in a temperate climateEuropean Journal of Cancer, 15. Nov. 2010 (online vorab veröffentlicht).

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